Internationale Börsen
Konjunktur- und Euro-Sorgen belasten auf Asiens Märkte

Sorgen über die Stärke der weltweiten Wirtschaftserholung haben am Montag auf den Aktienmärkten in Fernost gelastet.
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HB HONGKONG/TOKIO. Viele Anleger hielten sich vor einer Fülle von Konjunkturdaten und Zentralbanktreffen zurück. Zudem bereiteten den Investoren noch immer die Schuldenkrise Griechenlands und weiterer Euro-Zonen-Länder Sorgen.

In Tokio kamen negative Impulse durch fallende Metallpreise hinzu. Diese setzten die Kurse von Handelshäusern wie Mitsui oder Mitsubishi unter Druck. Aufschläge bei Banken hielten die Verluste des Gesamtmarktes aber in Grenzen.

In Tokio gewann der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,1 Prozent auf 10205 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index schloss dagegen 0,3 Prozent im Minus bei 898 Zählern.

Auch die Aktienmärkte in Hongkong, Taiwan, Singapur und der chinesische Leitindex notierten zum Teil deutlich schwächer. Lediglich die Börse in Südkorea verbuchte noch Gewinne. Schwung gab hier vor allem der Autobauer Hyundai, der seinen Absatz im Januar um die Häfte steigerte.

Japanische Unternehmensergebnisse seien bislang zwar ganz gut gewesen, sagte Takashi Ushio, Investmentstratege bei Marusan Securities. Aber die Atmosphäre am Markt verleite nicht zum Kaufen. Sorgen bereite vor allem die Entwicklung des Euro. Viele Unternehmen hätten für das Finanzjahr eine Wechselrate von 125 Yen angenommen. Da die europäische Gemeinschaftswährung aber bereits unter diese Marke gefallen sei, schüre dies Befürchtungen vor der kommenden Berichtssaison.

Die anhaltenden Sorgen um die Staatsfinanzen Griechenlands, Portugals und anderer kleinerer EU-Staaten setzen dem Euro zu. Die Währung kostete 1,3880 Dollar, nachdem sie den Handel in New York mit 1,3862 Dollar beendet hatte. Zum Yen notierte der Euro auf 125,10 Yen nach 125,13 Yen in den USA. Der Dollar wurde mit 90,18 Yen nach 90,30 Yen gehandelt.

Bei den Einzelwerten verloren die Aktien von Mitsui 2,9 Prozent, die von Mitsubishi 2,2 Prozent. Der Preis für Kupfer war im Januar um 8,5 Prozent gefallen und hatte damit die schlechteste Entwicklung seit Dezember 2008 hingelegt.

Die Anteilsscheine von Honda lagen 2,5 Prozent im Minus. Der Autobauer hatte am Freitag weltweit 646.000 Fahrzeuge wegen Brandgefahr zurückgerufen.

Toyota-Aktien litten weiter unter der massiven Rückrufaktion wegen klemmender Gaspedale. Die Papiere gaben 1,2 Prozent nach.

Der Bankensektor profitierte dagegen von der Prognosebekräftigung von Mizuho Financial. Die Aktien legten 1,7 Prozent zu und zogen weitere Branchenwerte mit sich.

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