Internationale Finanzmärkte
Erholungsrally an der Börse Dubai

Erst Dubai, dann Griechenland, zuletzt Spanien. Die Nachrichten von den Finanznöten der drei hat die Börsen zutiefst verunsichert. Dabei hatten sich viele Investoren auf einen freundlichen Jahresausklang eingestellt. Und dann das. Heute liegen die internationalen Börsen zwar überwiegend im Plus. Die Anleger sind trotzdem zutiefst verunsichert.
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HB FRANKFURT. An der Dubaier Börse haben nach der dramatischen Talfahrt der vergangenen Tage viele Anleger wieder etwas Zuversicht geschöpft. Der arg gebeutelte Aktienmarkt verbuchte am Donnerstag mit plus sieben Prozent die größten Gewinne seit dem 23. Februar. Auch die Verlierer der jüngsten Tage wie Aktien der Baufirma Emaar Properties legten kräftig zu. Zuvor hatte sich der Finanzminister des einstigen Boom-Emirats erneut zu Wort gemeldet und versucht, die Anleger zu beruhigen. Das Emirat sei weitaus besser bei der Umsetzung von Veränderungen als bei der Veröffentlichung der Schritte, sagte Finanzminister Abdul Rahman Al Saleh. Den Medien warf er vor, „blinde Panik“ zu verbreiten.

Die Reaktion an den Märkten sei psychologisch und stark gewesen, sagte der Minister. „Die Reaktion beruhigt sich nun aber, weil die Investoren mehr über die Vorgänge erfahren.“ Investoren und Medien haben dem Emirat in der vor zwei Wochen erstmals bekannt gewordenen Schulden-Krise mangelnde Transparenz und Kommunikation vorgeworfen.

Die Ankündigung der staatlichen Holding Dubai World am 25. November, Schulden erst später zurückzuzahlen, hatte weltweit das Vertrauen in Dubai erschüttert und insbesondere die Golf-Märkte belastet. Seitdem hat der Dubaier Aktienmarkt einen Abschlag von 26 Prozent verbucht.

Freundlich ging es auch an den europäischen Börsen zu. Der Dax legte zuletzt rund ein Prozent zu, der EuroStoxx ebenfalls. Auch aus Griechenland kommen beruhigende Signale: Der Renditeaufschlag der zehnjährigen griechischen Staatsanleihen zur Bundesanleihe mit gleicher Laufzeit ist am Donnerstag etwas gefallen. Der Spread fiel auf 239 Basispunkte, nachdem er zuvor bei 267 Basispunkten den höchsten Stand seit April erreicht hatte.

Nach Ansicht des EZB-Ratsmitglieds Ewald Nowotny wird die angespannte Finanzlage Griechenlands nicht zu einem Auseinanderbechen der Eurozone führen. Man dürfe das volkswirtschaftliche Gewicht Griechenlands nicht überbewerten. Zweitens habe Griechenland keine Alternative als zu versuchen, durch geeignete Maßnahmen das Defizit zu reduzieren.

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