Internationale Märkte
Asien-Börsen drehen ins Plus

Asiens Börsen haben ihre frühen Verlusten zum großen wettgemacht, Anleger in Tokio kauften vor allem Bankaktien.
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Tokio/HongkongDie asiatischen Börsen sind uneinheitlich in die neue Handelswoche gestartet. An den Aktienmärkten in Schwellenländern des asiatischen Raums drückten Händlern zufolge Inflationssorgen die Kurse. In Tokio bereinigten Marktteilnehmer am Ende des Monats ihre Positionen, weshalb der Nikkei-Index gegen Ende des Handels ins Plus drehte.
Zuvor hatte der wieder steigende Ölpreis in Folge der anhaltenden Unruhen in Libyen viele Anleger verunsichert. Die Entwicklung in dem nordafrikanischen Land könne den Markt leicht auch wieder kippen, sagten Händler. Der Euro legte auf 1,3760 Dollar leicht zu. Analysten erklärten die Stärke der Gemeinschaftswährung mit der allgemeinen Erwartung, dass die Europäische Zentralbank in den nächsten Tagen weiter vor Inflationsgefahren warnen dürfte. Das erhöhe die Wahrscheinlichkeit einer baldigen Zinserhöhung.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index gewann 0,9 Prozent auf 10.624 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index kletterte ein Prozent auf 951 Zähler. Auch die Börsen in Taiwan, Hongkong und Shanghai verbuchten Gewinne. An den Aktienmärkten in Singapur und Korea ging es dagegen nach unten.
Wegen der Unruhen in Libyen und der Sorge vor Lieferengpässe war der Ölpreis auch am Montag im frühen asiatischen Handeln weiter gestiegen. Das Fass (159 Liter) der Nordseesorte Brent verteuerte sich um mehr als einen Dollar auf 113,75 Dollar, die US-Sorte WTI legte knapp zwei Dollar auf 99,47 Dollar zu und tendierte damit nur knapp unter der psychologisch wichtigen Marke von 100 Dollar.

Bei den Einzelwerten lagen in Tokio Finanztitel im Fokus. Für Kursgewinne sorgte die Nachricht, wonach die Großbank Mizuho Financial Group die Minderheitsaktionäre von mehreren ihrer Tochterunternehmen auszahlen will. Mizuho will dafür Kreisen zufolge bis zu vier Milliarden Dollar in die Hand nehmen. Der Aktienkurs von Mizuho Securities schoss daraufhin zwölf Prozent in die Höhe, der Kurs von Mizuho Investors Securities kletterte sieben Prozent.

Auf der Verkaufsliste der Anleger standen dagegen die Aktien der Shinsei Bank. Die Papiere gaben ein Prozent nach. Zuvor war aus Kreisen verlautet, dass das Institut eine Kapitalerhöhung plane. Nach einer Gewinnwarnung am Freitag ließen die Aktien des Elektronikkonzern NEC über drei Prozent Federn.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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