Internationale Marktberichte
Asien-Börsen: Anleger trennen sich von Exportwerten

Sorgen über eine langanhaltende weltweite Rezession haben am Dienstag die japanischen Börsen belastet. Zu den größten Verlierern gehörten Exportwerte wie Sony mit einem Minus von vier Prozent.

HB HONGKONG. Auch Banken wie Mitsubishi UFJ verbuchten Verluste, nachdem am Vortag die zweitgrößte US-Bank Citigroup einen drastischen Stellenabbau bekanntgegeben hatte. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss 2,3 Prozent im Minus bei 8 328 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index gab 1,8 Prozent auf 835 Zähler nach.

Auch die Börsen in in Südkorea, Hongkong, Taiwan, und Singapur notierten schwächer. Der chinesische Leitindex fiel bis zum Börsenschluss in Japan sogar um über fünf Prozent.

"Es ist keine Frage, dass die wirtschaftliche Lage sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in Japan miserabel ist und sich noch weiter verschlechtern wird. Das Risiko eines Abwärtstrends ist also ziemlich hoch", sagte Toshihiko Murai von Nozomi Securieties. Am Montag hatte die japanische Regierung erklärt, dass sich die Wirtschaft des Landes ebenfalls in einer Rezession befindet.

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In Tokio gerieten neben Mitsubishi UFJ, die 5,7 Prozent einbüßten, auch andere Bankentitel unter Druck. Die Papiere von Mizuho Financial Group verloren 4,3 Prozent und die Anteilscheine von Mitsui Financial Group 3,7 Prozent. Die Anleger seien vorsichtig bei Investitionen im Finanzsektor, solange es keine Anzeichen dafür gebe, dass sich der globale Markt erhole, sagte ein Analyst. Die Nachricht vom Abbau von 52 000 Stellen bei der Citigroup ließ an den Börsen in New York und Fernost die Sorge aufkommen, dass die Finanzkrise noch lange nicht ausgestanden ist.

Der Euro tendierte im Handel in Fernost etwas leichter bei 1,2608 Dollar. Der Dollar notierte zur japanischen Währung wenig verändert bei 96,70 Yen.

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