Internationale Marktberichte
Asien-Börsen: Leichte Verluste in Tokio

Die meisten Aktienbörsen in Asien haben sich am Dienstag nur wenig verändert präsentiert.

HB TOKIO. In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,3 Prozent schwächer mit 7 945 Punkten. Der breiter gefasste Topix gab 0,1 Prozent auf 778 Zähler nach. Marktteilnehmer begründeten die leichten Kursabschläge mit wachsenden Zweifeln darüber, dass der für Dienstag angekündigte Rettungsplan des neuen US-Finanzministers Timothy Geithner eine effektive "Bad Bank" zur Ausgliederung von Risiko-Papieren beinhalten wird.

Aktien von Nissan legten in Tokio 7,2 Prozent zu. Der Autobauer hatte am Montag drastische Maßnahmen bekanntgegeben, um in der aktuellen Weltwirtschaftskrise Kosten zu sparen. Unter anderem soll die Zahl der Mitarbeiter um 20 000 sinken.

Zudem belastete ein Anstieg des Yen zum Euro die Aktien exportorientierter Firmen. Die Verluste des Euro - zum Yen und zum Dollar - wurden auf einen Bericht der japanischen Wirtschaftszeitung "Nikkei" zurückgeführt, wonach Russland mit europäischen und anderen ausländischen Banken über einen Aufschub für die Rückzahlung von Schulden seines Privatsektors verhandeln wolle. Dabei gehe es um eine Summe von bis zu 400 Mrd. Dollar, berichtete "Nikkei". Ein russischer Regierungsvertreter erklärte später zu dem Bericht, er sei "in Teilen nicht korrekt".

Auch die Börsen in Südkorea und Hongkong tendierten etwas schwächer, während es in Singapur und Taiwan sowie beim chinesischen Leitindex Shanghai Composite etwas nach oben ging.

Das US-Finanzministerium hat einem Bericht des Senders CNBC zufolge die Schaffung einer "Bad Bank" aus seinen Plänen zur Rettung der Finanzbranche gestrichen. Das Paket werde aber andere Maßnahmen enthalten, um den Banken Problem-Wertpapiere abzukaufen. Später hieß es dazu bei CNBC allerdings nur noch, die Idee, privates Kapital am Aufkauf dieser Papiere zu beteiligen, gewinne an Zustimmung. Kreisen zufolge will die Regierung Anreize dafür schaffen, dass Privatinvestoren den Banken die Problem-Wertpapiere in Milliardenhöhe abnehmen. Privatinvestoren könnten bis zu 500 Mrd. Dollar an faulen Wertpapieren aufkaufen.

Verbrauchervertrauen erholt sich leicht

Derweil hat sich das japanische Verbrauchervertrauen im Januar leicht von seinem Rekordtief im Vormonat erholt. Der entsprechende Indikator sei von 26,2 Punkten im Vormonat auf 26,4 Punkte gestiegen, teilte die japanische Regierung am Dienstag in Tokio mit. Im Vormonat war die Kennzahl noch auf den niedrigsten Stand seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1982 gefallen. Trotz des jüngsten Anstiegs notiert der Indikator nach wie vor deutlich unter dem Schwellenwert von 50 Punkten.

Gefragt werden Verbraucher nach ihrer Beurteilung der allgemeinen wirtschaftlichen Bedingungen, der Einkommensentwicklung, der Beschäftigungsbedingungen und nach der Bereitschaft zum Kauf langlebiger Güter. Die Befragung erfolgt auf Sicht von drei Monaten. Erst ein Wert von mehr als 50 Punkten signalisiert, dass die Verbraucher die Konsumaussichten eher optimistisch einschätzen.

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