Internationale Marktberichte
Asien-Börsen melden kräftige Kursgewinne

Dank positiver Nachrichten aus den USA haben die Börsen in Asien am Mittwoch kräftig zugelegt. Die Entscheidung der amerikanischen Zentralbank Fed, den Leitzins unverändert zu lassen, sowie die Kursgewinne an der Wall Street hoben die Stimmung vieler Händler in Fernost. Vor allem Exportwerte, die stark von der Entwicklung auf dem US-Markt abhängig sind, legten zu.

HB TOKIO/HONGKONG. Auch der Ölpreis, der auf den tiefsten Stand seit drei Monaten fiel, beflügelte die Märkte. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index schloss mit einem Plus von 2,6 Prozent bei 13 254 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index stieg um 2,4 Prozent auf 1277 Zähler. Auch die Aktienmärkten in Südkorea, Taiwan, Singapur und der chinesische Leitindex notierten fester.

Schon die US-Börsen hatten am Dienstag dank der nahgebenden Ölpreise und der Fed-Entscheidung kräftig zugelegt. Der Dow-Jones-Index stieg um 2,9 Prozent auf 11 615 Punkte. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 2,8 Prozent auf 1284 Zähler.

Erfreut zeigten sich die Händler in Asien vor allem über den Ausblick der Fed. Er bestätigte ihre Erwartung, dass die Notenbanker um Ben Bernanke die Zinsen auch in naher Zukunft nicht anheben werden. Dazu trug nicht zuletzt der Ölpreisrutsch auf 118 Dollar pro Barrel bei, der die Inflationssorgen dämpfte.

"Die Aktien in Japan hängen noch etwas hinter den US-Wertpapieren hinter, aber jetzt glaube ich, dass der Nikkei versuchen wird aufzuschließen", sagte Analyst Nagayuki Yamagishi von Mitsubishi UFJ Securities. Er glaube, dass sich der Nikkei nun zwischen 13 000 und 14 000 Punkten stabilisieren werde.

Andere Marktteilnehmer wie Händler Hiroichi Nishi von Nikko Cordial Securities gaben sich dagegen nur vorsichtig optimistisch. "Es ist noch viel zu früh, um zu sagen, ob es sich nur um einen kurzfristigen Aufschwung handelt oder ob sich das gesamte Marktumfeld positiv verändert hat", sagte er.

Zu den Gewinnern bei den Unternehmenspapieren zählten vor allem exportabhängige Werte wie der Autobauer Toyota, dessen Papiere um 3,1 Prozent zulegten. Der Roboter-Hersteller Fanuc gewann 2,1 Prozent, der Elektronikkonzern Canon knapp fünf Prozent. Sony-Aktien legten 5,6 Prozent zu, nachdem der Konzern angekündigt hatte, die Bertelsmanns-Hälfte des gemeinsamen Musik-Joint- Ventures zu übernehmen.

Der Euro zeigte sich in Fernost fester zur US-Währung. Ein Euro wurde mit 1,5501 Dollar bewertet nach 1,5452 Dollar im späten New Yorker Handel. Der Dollar wurde mit 108,46 Yen gehandelt nach 108,27 Yen in den USA.

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