Internationale Marktberichte
Asien-Börsen notieren überwiegend fester

Getrieben von den festen Kurs-Vorgaben aus den USA und Hoffnungen auf umfangreiche Konjunkturprogramme haben die Aktienmärkte in Asien haben am Dienstag erneut überwiegend zugelegt.

HB HONGKONG/TOKIO. Vor allem die Aussicht auf ein milliardenschweres Rettungspaket für die US-Autobranche und die Hilfspläne des designierten US-Präsidenten Barack Obama sorgten für Optimismus.

Begrenzt wurden die Anstiege jedoch durch Gewinnmitnahmen und die anhaltende Angst vor weiteren Hiobsbotschaften über die Lage der Konjunktur.

Im Sog der weltweiten Finanzkrise ist nun auch Japan nach gängiger Definition in eine Rezession gerutscht: Die Wirtschaft des Landes schrumpfte das zweite Quartal in Folge.

In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,8 Prozent höher bei 83 95 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index beendete den Handel 0,7 Prozent höher bei 817 Zählern. Auch die Aktienmärkte in Singapur, Taiwan und Südkorea tendierten fester. Dagegen notierten die Börsen in Hongkong und Shanghai tiefer.

Händlern zufolge blieben die Anleger angesichts der unsicheren Aussichten weiterhin vorsichtig. Zwar gebe es wirtschaftspolitische Maßnahmen, aber noch sei unklar, wie diese wirken würden, sagte Yutaka Miura von Shinko Securities.

Gewinne verzeichneten vor allem Exportwerte wie etwa die Aktien von Honda Motor, die 6,3 Prozent zulegten. Auch die Papiere von Komatsu, dem weltweit zweitgrößten Hersteller von Baggern, Radladern und anderen auf dem Bau eingesetzten Maschinen, legten zu. Es gebe die Aussicht, dass Komatsu von Obamas angekündigten Investitionen in die Infrastruktur profitieren werde, begründete ein Händler den Anstieg. Komatsu-Aktien verteuerten sich um fast drei Prozent. In den USA hatten zuvor die Papiere des Rivalen Caterpillar fast elf Prozent zugelegt.

Die Titel von Mitsubishi UFJ Financial stiegen 6,5 Prozent, nachdem Japans größte Bank mitgeteilt hatte, dass die geplante Kapitalerhöhung dem Institut rund 8,6 Milliarden Dollar in die Kassen spülen wird.

Der Dollar legte nach den Einbußen vom Montag im Fernost-Handel wieder etwas zu. Ein Euro wurde mit 1,2874 Dollar bewertet nach 1,2936 Dollar im späten New Yorker Handel. Am Montag war die Gemeinschaftswährung zeitweise bis auf 1,2968 Dollar geklettert. Der Greenback wurde mit 92,55 Yen bewertet nach 92,84 Yen in den USA.

Das Fass US-Leichtöl wurde zu 43,43 Dollar und damit etwas tiefer gehandelt.

Die US-Börsen hatten am Montag beflügelt von der Aussicht auf ein Rettungspaket für die Autobranche und den Hilfsplänen des künftigen Präsidenten Barack Obama deutliche Gewinne verbucht. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 3,5 Prozent im Plus bei 8934 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500 gewann 3,8 Prozent auf 909 Punkte. Der Index der Technologiebörse Nasdaq rückte um 4,1 Prozent auf 1571 Punkte vor.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%