Internationale Marktberichte: Asienbörsen
Chinesischer Leitindex verliert fast sechs Prozent

Die asiatischen Börsen haben zum Wochenstart überwiegend schwächer notiert. An der Börse in Schanghai, an der es zuletzt häufig starke Kursschwankungen gab, brach der Leitindex regelrecht ein. Händler sagten, die Quartalsergebnisse chinesischer Unternehmen könnten nicht mit den Aufschlägen an der Börse Schritt halten konnten.

TOKIO/HONGKONG. Obwohl der Markt in Schanghai als besonders volatil gilt und dort relativ wenige ausländische Investoren aktiv sind, haben die oft deutlichen Abschläge im August auch an anderen Handelsplätzen zeitweise für Nervosität gesorgt. Eine schnelle Erholung der chinesischen Wirtschaft gilt als wichtiger Faktor für die Entwicklung der Konjunktur rund um den Globus. In der Volksrepublik sorgten sich die Anleger in den vergangenen Wochen, die Regierung könnte ihre lockere Geldpolitik zurückfahren. Auch zahlreiche Börsengänge belasteten die Kurse.

In Tokio verlor der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,4 Prozent auf 10 492 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index schloss ebenfalls 0,4 Prozent im Minus bei 965 Zählern. Auch die Aktienmärkte in Südkorea, Hongkong und Singapur notierten schwächer. Nur die Börse in Taiwan konnte leicht zulegen.

In Tokio drückte der starke Yen Titel wie Canon ins Minus. Die Papiere des vom Export abhängigen Kameraherstellers fielen um 3,3 Prozent. Auch Autowerte wie Toyota und Nissan notierten jeweils über ein Prozent tiefer. Wenig Auswirkungen auf den Markttrend hatten die Daten zur japanischen Industrieproduktion im Juli. Im Vergleich zum Vormonat stellten die Unternehmen 1,9 Prozent mehr Güter her.

Am Devisenmarkt stieg der Yen zum Dollar auf den höchsten Stand seit sieben Wochen. Händler begründeten dies mit dem Ende der Ungewissheit über die künftige Regierung in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Erde. Auch Äußerungen der künftigen Führung, die Unabhängigkeit der Notenbank nicht antasten zu wollen und nicht an den Devisenmärkten zugunsten einer Schwächung der Währung einzugreifen, seien positiv für den Yen-Kurs gewesen. Der Dollar fiel im fernöstlichen Handel rund ein Prozent auf 92,70 Dollar. Der Euro verlor gegenüber dem Yen ebenfalls und war 132,45 Yen wert. Zum Dollar lag die europäische Gemeinschaftswährung etwas schwächer bei 1,4280 Dollar.

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