Internationale Marktberichte: Asiens Börsen überwiegend im Minus

Internationale Marktberichte
Asiens Börsen überwiegend im Minus

Die asiatischen Börsen sind wegen neuer Konjunktursorgen mehrheitlich mit Verlusten in die neue Handelswoche gestartet. Nur der Index in Shanghai konnte sich am Montag im Plus behaupten, während der Handelsplatz in Tokio wegen eines Feiertags geschlossen blieb.

HB TOKIO/SHANGHAI/HONGKONG. In Taiwan ging der Taiex 0,3 Prozent schwächer aus dem Handel und notierte auf dem tiefsten Stand seit zwei Wochen. Der Kospi in Südkorea büßte zwei Prozent auf 1 156 Punkte ein. Der Hang Seng in Hongkong verlor rund zwei Prozent, während der H-Index der Aktien vom chinesischen Festland sogar um über vier Prozent fiel. Auch die Aktienmärkte in Singapur und Australien verzeichnete Verluste.

In Shanghai profitierten vor allem die Kurse von Stahlproduzenten von Meldungen, dass die Regierung in Peking einem Mitarbeiter zufolge in dieser Woche über Hilfen für die gebeutelte Auto- und Stahlbranche beraten wolle. In den Maßnahmen seien wahrscheinlich Steuersenkungen und Anreize zur Konsolidierung der Industrie sowie zur Stilllegung alter Fabriken enthalten, erklärte der Mitarbeiter, der ungenannt bleiben wollte. Die Hilfen seien unabhängig vom umgerechnet rund 400 Milliarden Euro schweren Konjunkturpaket der Regierung für die nächsten zwei Jahre. Die Aktien von Jiangxi Copper stiegen um rund vier Prozent.

Ansonsten litten die Märkte in Fernost unter den Sorgen um eine weitere Abkühlung der weltweiten Konjunktur. Die Anleger in Fernost blieben auch deshalb zurückhaltend, weil in den USA in dieser Woche die Berichtssaison mit dem Aluminiumproduzenten Alcoa und dem Chip-Riesen Intel beginnt und eine schlechte Nachricht die andere jagen dürfte. Die US-Börsen kamen nicht gut ins neue Jahr und verbuchten die größten prozentualen Verluste seit sieben Wochen.

Die Börsen in Tokio bleiben an diesem Montag (12. Januar) wegen des Feiertages „Tag der Volljährigkeit“ geschlossen. Am Freitag hatte Nikkei um die Nulllinie geschwankt und war schließlich 0,5 Prozent schwächer bei 8 836 Zählern aus dem Handel gegangen.

„Die Börse in Tokio wird wohl noch einige Zeit sehr volatil sein“, glaubt Hikaru Sato, Analyst bei Daiwa. Er erwartet den Leitindex in der nächsten Zeit in einer Spanne zwischen 8 500 und 9000 Punkten.

Der Euro geriet im asiatischen Devisenhandel gegenüber dem Dollar weiter unter Druck. Die Gemeinschaftswährung notierte bei 1,3408 Dollar, nachdem sie am Freitag in New Yorker Handel zuletzt mit 1,3455 Dollar bewertet worden war. Händler führten den Druck auf den Euro auf die am Markt erwartete Zinssenkung der EZB am Donnerstag zurück.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%