Internationale Marktberichte
Börse Tokio: Exportwerte unter Druck

Die Börsen in Fernost haben am Donnerstag angesichts unklarer Konjunkturaussichten uneinheitlich tendiert.

HB TOKIO/HONGKONG. In Japan zeigten sich heute die Anleger vor der Veröffentlichung der US-Arbeitslosenzahlen am Freitag skeptisch. Der Markt in Südkorea notierte trotz eines Aufschwungs der heimischen Wirtschaft unverändert. Die Börsen in China stiegen kräftig nach der Ankündigung einer Regulierungsbehörde, die Märkte weiter zu stützen.

In Tokio verlor der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 0,6 Prozent auf 10 214 Punkte ein. Der breiter gefasste Topix-Index gab ebenfalls nach und ging mit einem Minus von 0,7 Prozent auf 942 Zähler aus dem Handel. In Hongkong, Singapur, Taiwan legten die Börsen dagegen zu. Der chinesische Leitindex gewann über vier Prozent.

Insgesamt halte die Unsicherheit über die Nachhaltigkeit der Erholung der Wirtschaft an, sagte Analyst Sebastien Barbe. Wenige Anleger seien zu risikoreichen Investments bereit. Den Markt in Japan zogen am Donnerstag wegen des starken Yen vor allem Exportwerte nach unten.

Honda gehörte mit einem Minus von 2,8 Prozent zu den größten Verlierern.

Der Pharmariese Dainippon Sumitomo legte hingegen nach der Übernahme des US-Rivalen Sepracor 1,2 Prozent zu. Der japanische Branchensiebte wird den Konzern für 2,6 Mrd. Dollar kaufen.

Die Aktie des Einzelhändlers Fast Retailing stieg um 2,9 Prozent. Das Unternehmen erhöhte seine Ziele und erklärte, zu einem weltweiten Modeanbieter aufsteigen zu wollen.

Ebenfalls gegen den Trend gewann die Aktie des Stahlherstellers JFE Holdings 2,5 Prozent. Der weltweit fünfgrößte Produzent kündigte an, seine Stahlpreise in seinen Hauptmärkten in Asien anzuheben.

Am Devisenmarkt stieg der Yen zum Dollar auf ein Siebenwochen-Hoch. Auf der Handelsplattform EBS fiel die US-Währung zwischenzeitlich auf 92,24 Yen, erholte sich dann aber wieder leicht auf 92,39 Yen. Der Euro stieg vor dem Zinsentscheid der EZB gegenüber dem Yen und notierte bei 132,05 Yen. Zum Dollar notierte die Gemeinschaftswährung in Fernost fester bei 1,4285 Dollar nach 1,4263 Dollar zum Handelsschluss in New York.

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