Internationale Marktberichte
Leichte Verluste in Osteuropa

Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes haben am Donnerstag leichte Kursverluste verzeichnet. Die Börse in Warschau verbuchte das geringste Minus, während Prag am stärksten fiel.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Die wichtigsten osteuropäischen Aktienindizes haben am Donnerstag leichte Kursverluste verzeichnet. Die Börse in Warschau verbuchte das geringste Minus, während Prag am stärksten fiel. Polnische Bankenwerte Nach Analystenkommentaren. In Warschau sank der Leitindex WIG-20 um 0,60 Prozent auf 2676,90 Punkte nach oben, der breiter gefasste Wig-Index verlor 0,45 Prozent auf 46079,69 Zähler. Am polnischen Markt gerieten Analystenkommentare zu den schwergewichtigen Bankenwerten in den Fokus, sagten Börsianer. So habe die Citigroup ihre Anlageempfehlung für die zweitgrößte Bank des Landes, Bank Pekao, von "Buy" auf "Hold" reduziert. Nachdem die Titel der Unicredit-Tochter am Vortag auf ihrem Zweijahreshoch geschlossen hatten, sei es daraufhin um 2,4 Prozent auf 183,50 Zloty nach unten gegangen. Zudem revidierten die Citigroup-Analysten auch das Anlagevotum für die Commerzbank-Tochter BRE Bank von "Hold" auf "Sell". Angesichts der Verkaufsempfehlung gingen die BRE-Anteile mit einem Abschlag von 0,8 Prozent bei 272,30 Zloty aus dem Handel.

Nur sehr wenig Bewegung gab es indessen bei den Rohstoffwerten. Sowohl Kghm Polska Miedz (131,50 Zloty) als auch Polski Koncern Naftowy Orlen (40,89 Zloty) gingen ohne Kursveränderung zum Vortag aus dem Handel. Grupa Lotos verloren leicht um 0,3 Prozent auf 31,00 Zloty. In Budapest verlor der Leitindex Bux 0,63 Prozent auf 23499,09 Zähler. Nach der umstrittenen Bankensteuer habe der ungarische Premierminister Viktor Orban nun mit neuen Abgaben für Handelsketten sowie Energie- und Telekommunikationskonzerne für Anspannung am Markt gesorgt, hieß es. Um das Budgetloch zu stopfen, müssten die Unternehmen kräftig Federn lassen, wird am Markt befürchtet. Die Abgaben könnten bis zu 50 Prozent der Profite verzehren. Gemeinsam mit der Bankensteuer will die Regierung damit 343 Mrd. Forint einnehmen. Die Aktien der Magyar Telekom verloren erneut deutlich an Terrain und schlossen um 3,17 Prozent schwächer bei 611 Forint. Magyar Olay es Gazipari (Mol) hingegen konnten sich um 0,14 Prozent auf 20880 Forint befestigen.

Kräftige Abgaben verzeichneten indessen Richter Gedeon mit einem Abschlag von 1,85 Prozent auf 47800 Forint, während Aktien der OTP Bank 0,32 Prozent auf 5720 Forint gewannen. In Prag verlor der Leitindex PX 0,83 Prozent auf 1 142,30 Punkte. Erneut im Fokus standen die Titel des Energieriesen CEZ, die mit einem Abschlag von 3,24 Prozent auf 777 Kronen und somit den tiefsten Stand seit 18 Monaten sanken. Das Handelsvolumen überstieg mit mehr als 2,3 Mill. Aktien fast das Fünffache des Tagesdurchschnitts der letzten drei Monate. Marktbeobachter verwiesen auf Pläne der Regierung, mehr für Kohlendioxid-Emissionen zu verlangen. Experten befürchten, dass die Abgaben das Unternehmen 36 Kronen je Aktie kosten könnten. Die schwergewichtigen Bankenwerte schlossen dagegen ohne klare Richtung. Während Erste Group den Leitindex mit einem Minus von 0,59 Prozent auf 779 Kronen belasteten, gewannen Komercni Banka 2,20 Prozent auf 3 950 Kronen.

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