Internationale Marktberichte
Nikkei knüpft an Vortagesgewinne an

Von positiven Arbeitsmarktdaten gestützt hat sich die asiatische Leitbörse in Tokio zum Wochenausklang freundlich präsentiert. Der Nikkei-225-Index schloss 1,7 Prozent fester bei 8 512 Punkten. Die Arbeitslosenquote in Japan war im Oktober unerwartet auf 3,7 Prozent von vier Prozent im September gefallen. Gegen den Markttrend brachen allerdings Panasonic-Aktien ein.

HB TOKIO/HONGKONG. Auch ohne Impulse von den (geschlossenen) amerikanischen Märkten hat die Börse in Tokio am Freitag nach zunächst uneinheitlicher Tendenz doch noch den Sprung ins Plus geschafft. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index gewann 1,7 Prozent auf 8 512 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index schloss mit 0,7 Prozent leicht im Plus bei 834 Zählern.

Sorgen um Indien und Thailand

Die weiteren Börsen in Fernost präsentierten sich allerdings zum Wochenausklang uneinheitlich, die politischen Krisen in Indien und Thailand ließen die Anleger vorsichtig agieren. Während die Aktienmärkte in Südkorea, Hongkong und Taiwan fester notierten, verbuchten die Märkte in Singapur und der chinesische Leitindex Abschläge.

Nachdem die Börse in Bombay wegen der Anschlagsserie in der indischen Finanzmetropole am Vortag geschlossen geblieben war, tendierte sie am Freitag nahezu unverändert bei 0,06 Prozent im Minus.

Auch die Situation in Thailand beruhigte die Anleger in Fernost nicht. Dort hat Ministerpräsident Somchai Wongsawat den Notstand ausgerufen. Die Polizei verhandelte mit den Besetzern der beiden Flughäfen von Bangkok. Analysten rechnen in den kommenden Monaten wegen der politischen Instabilität und der Auswirkungen der Finanzkrise mit einer Abschwächung des thailändischen Baht gegenüber dem Dollar.

In Tokio standen die Aktien des Stahlerzeugungskonzerns JFE Holdings mit einem Plus von 7,8 Prozent weit oben auf den Einkauflisten der Börsianer. Zuvor hatte die Tochtergesellschaft JFE Steel bekanntgegeben, den Bau einer Anlage zur Verarbeitung von Eisenerz im Nahen Osten zu erwägen.

Gegen die allgemeine Markttendenz brachen die Anteilsscheine des Elektronikgiganten Panasonic um mehr als zehn Prozent auf den niedrigsten Stand seit über fünf Jahren ein. Überraschend hatte das bislang als krisenresistent geltende Unternehmen am Donnerstag seine Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr um 90 Prozent reduziert. Der Broker Nomura nahm daraufhin seine Bewertung für die Aktie auf „neutral“ von zuvor „kaufen“ zurück.

Die US-Börsen waren am Donnerstag wegen des Thanksgiving-Feiertags geschlossen geblieben.

Der Dollar tendierte im frühen Geschäft fester bei 95,43-48 Yen nach 95,10-13 Yen am Donnerstag. Der Euro notierte nahezu unverändert bei 1,2892-97 Dollar nach 1,2892-95 am Donnerstag. Zum Yen lag er bei 123,04-09 nach 122,63-67 Yen am Vortag.

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