Internationaler Aktienhandel
Aktien in Osteuropa mit Verlusten

Ähnlich wie die anderen europäischen Aktienmärkte haben auch die osteuropäischen Börsen am Freitag Verluste verzeichnet. Die angekündigte Unterstützungsmaßnahmen für die Banken konnten zum Wochenausklang nicht das Sentiment für den Gesamtmarkt aufhellen.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Ähnlich wie die anderen europäischen Aktienmärkte haben auch die osteuropäischen Börsen am Freitag Verluste verzeichnet. Die angekündigte Unterstützungsmaßnahmen für die Banken konnten zum Wochenausklang nicht das Sentiment für den Gesamtmarkt aufhellen.

EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso begrüßte die Milliardenhilfen für angeschlagene Banken in Osteuropa. Barroso und EU-Währungskommissar Joaquin Almunia seien zufrieden, dass die Weltbank, die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (Ebrd) und die Europäische Investitionsbank (EIB) ihre Kräfte bündelten, sagte ein Sprecher Barrosos. "Alle Beteiligten müssen ihrer Verantwortung gerecht werden." Er erinnerte daran, dass die EU-Behörde den neuen Mitgliedstaaten in Mittel- und Osteuropa sieben Mrd. Euro aus EU-Töpfen vorzeitig auszahlt. Allein auf Polen entfallen davon 2,5 Mrd. Euro.

In Warschau fiel der WIG-20-Index um 1,46 Prozent auf 1 372,74 Zähler. Der breiter gefasste WIG-Index ging um moderate 0,44 Prozent auf 21 827,76 Punkte zurück. PKO Bank verbiligten sich um 2,34 Prozent auf 19,19 Zloty. Das Finanzhaus hatte vor Börsenstart Viertquartalszahlen bekannt gegeben. Das Nettoergebnis lag nach Einschätzung der Analysten von Wood um 25 Prozent unter den Markterwartungen. Vor allem die ukrainische Tochter publizierte tiefrote Ergebnisse. Die Anteilsscheine des Wettbewerbers BRE Bank verloren 1,45 Prozent auf 95,1 Zloty.

Zur Telefonkonferenz von Polski Koncern Naftowy Orlen meldeten sich die Experten von Wood ebenfalls zu Wort und bewerteten die Nachrichten als positiv. Die Titel gingen mit minus 3,96 Prozent auf 20,6 Zloty ins Wochenende. Auch von Kghm Polska Miedz gab es Zahlen und das Unternehmen überraschte beim Gewinnausweis positiv. Die Papiere verloren dennoch 3,80 Prozent auf 34,15 Zloty.

Die Analysten von KBC Securties nahmen ihr Anlagevotum für die Aktien von Agora von "Hold" auf "Sell" zurück. Der Faire Wert für die Titel wurde um 25 Prozent auf 11,0 Zloty gekappt und auch die Gewinnschätzungen wurden deutlich zurückgenommen. Die Aktien sackten um 9,50 Prozent auf 11,05 Zloty ab.

Der Prager Leitindex PX fiel um 0,30 Prozent auf 640,9 Punkte. Vor allem die Bankenwerte zeigten sich mit Aufschlägen. Komercni Banka legten an der Indexspitze um 6,79 Prozent auf 1 666 Kronen zu und dürften damit von einer Analystenheraufstufung profitiert haben. Die Experten der KBC Securities erhöhten das Rating für die Papiere der Bank von "Hold" auf "Buy". Der Faire Wert werde bei 2 145 Kronen gesehen.

Auch die Titel der Erste Group konnten Gewinne verbuchen - sie stiegen um 1,08 Prozent auf 215,70 Kronen. Die Bank will wegen der anhaltenden Finanzkrise und kräftiger Gewinneinbrüche Staatshilfe in Österreich in Anspruch nehmen. Insgesamt solle frisches Kapital in Höhe von 2,7 Mrd. Euro in die Gruppe fließen. Bis zu 1,9 Mrd. Euro davon kommen vom Staat.

Im negativen Terrain notierten hingegen Vienna Insurance Group (VIG) mit einem Abschlag von 4,46 Prozent auf 501,60 Kronen. Schwächster Wert waren Orco Property mit einem Minus von 8,98 Prozent auf 103,92 Kronen.

Der Stromversorger CEZ bot seinen Tarifkunden an, schon jetzt die Energiepreise für 2010 festzusetzen. Kunden, die dieses Angebot annehmen, können mit einem Abschlag von 15 Prozent auf die Preise von 2009 rechnen. Analysten bewerteten die Meldung neutral, auch wenn dieses Angebot die durchschnittlichen angenommenen Preise für 2010 drücken werde. Die Papiere fielen um 1,43 Prozent auf 670,80 Kronen.

An der Budapester Börse verlor der Leitindex BUX 1,91 Prozent auf 10 190,15 Zähler. Damit sank der Index zwar nach den Kursgewinnen vom Vortag wieder, konnte aber die psychologisch wichtige Marke von 10 000 Punkten halten.

Anteilsscheine des Ölkonzerns Magyar Olay es Gazipari (Mol) verloren 6,1 Prozent auf 8 900 Forint. Die Titel wurden von den Analysten von Wood nach Zahlen weiterhin mit der Anlageempfehlung "Hold" eingestuft. Das Ergebnis im Schlussquartal 2008 war besser als vom Markt erwartet ausgefallen. Der Quartalsverlust lag zwar mit 33,3 Mrd. Forint weit in den roten Zahlen, war aber dennoch besser als die prognostizierten minus 51,3 Miliarden Forint.

Die Titel der OTP Bank Bank gewannen 1,9 Prozent auf 1 605 Forint. Die Wertpapierspezialisten von KBC Securities schraubten die Gewinnprognosen nach unten, stuften die Aktie aber weiterhin mit der Empfehlung "Buy" ein. Richter Gedeon tendierte seitwärts mit einem Plus von 0,02 Prozent Forint auf 24 505 Forint.

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