Internationaler Aktienhandel
Asiatische Aktienmärkte im Aufwind

Wachsende Hoffnung auf ein Ende der US-Hypothekenkrise hat den asiatischen Aktienmärkten am Donnerstag Auftrieb verliehen. Der etwas schwächere Yen sorgte vor allem in Japan zusätzlich für Kursgewinne, vor allem Exporttitel profitierten.

HB HONGKONG. Die Entscheidung der Bank von Japan für unveränderte Zinsen wirkte sich kaum an den Märkten aus. In Tokio schloss der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 2,61 Prozent im Plus bei 16 316 Zählern. Der breiter gefasste Topix-Index gewann bis Handelsschluss 3,04 Prozent auf 1591 Zähler. Zu den Gewinnern gehörte unter anderem der Elektronik-Konzern Sony, dessen Aktien sich um knapp drei Prozent verteuerten. Die Papiere des Autobauers Toyota legten rund zwei Prozent zu. Die Aktien des Reifenherstellers Bridgestone zogen mehr als fünf Prozent an; das Unternehmen weitet seine Produktion in Indien und Indonesien aus.

Als Anzeichen für eine Beruhigung der Kreditkrise werteten Analysten die Nachricht, dass die Bank of America zwei Mrd. Dollar in die ins Schlingern geratene US-Hypothekenbank Countrywide Financial investieren will. Der Schritt löse zwar nicht alle Probleme, signalisiere aber wieder ein Stück weit Vertrauen, sagte ein Analyst.

„Wir sind zurück in glücklichen Tagen“, sagte Tony Russell von ABN Amro Morgans. Der Markt komme mit der Hypothekenkrise nun besser zurecht. Freilich könne das Vertrauen durch neue Nachrichten aus der Branche wieder erschüttert werden. Seiichiro Iwasawa von Nomura Securities äußerte sich ähnlich. „Zwar sind die Subprime-Probleme nicht vollständig gelöst, aber das Kernproblem war „Vertrauen' und es ist positiv, dass der Markt nun wieder zulegt“, sagte er.

An den Aktienmärkten in Südkorea, Hongkong Taiwan und Singapurlegten die Kurse deutlich zu. Der chinesische Aktienmarkt knackte erstmals in seiner Geschichte die 5000-Punkte-Marke und kletterte auf ein Rekordhoch.

In New York hatte am Vorabend die Wall Street fester geschlossen. Händler spekulierten, dass die US-Notenbank im September den Schlüsselzins senken könnte, um die wegen der Hypothekenkrise nervösen Märkte zu beruhigen. Die Nachricht von der Hilfe für Countrywide kam nach Börsenschluss und ließ die Aktien-Futures klettern. Händler rechneten damit, dass die Nachricht am Donnerstag auch in den USA positiv aufgenommen wird.

Der Euro notierte kaum verändert bei 1,3555 Dollar. Zum Yen lag der Dollar bei 115,90 Yen.

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