Internationaler Aktienhandel
Asien-Börsen: Anleger bleiben skeptisch

Die asiatischen Börsen haben sich von den positiven Vorgaben von der Wall Street nur begrenzt Auftrieb geben lassen und haben am Donnerstag uneinheitlich geschlossen. Die Tokioter Börse rettete sich nach einem lange schwankendem Handel mit 0,1 Prozent knapp ins Plus. Dagegen notierten Taiwan, Südkorea und Hongkong schwächer.

HB HONGKONG. Der Tokioter Nikkei-Index der 225 führenden Werte ging mit 12 768 Zählern aus dem Tag. "Bei dem schwachen Handel, den wir im Moment haben, ist es für den Nikkei schwierig, über die 12 900 hinauszukommen", sagte Katsuhiko Kodama von Toyo Securities. Der breiter gefasste Topix-Index gab dagegen 0,34 Prozent auf 1219 Zähler nach. Deutlicher im Minus lagen Hongkong und Südkorea: Der Hang Seng Index notierte zwei Stunden vor Handelsschluss mit knapp 1,9 Prozent im Minus bei 21 062 Punkten. Südkoreas Kospi schloss 1,3 Prozent schwächer bei 1474 Punkten.

"Solange die ausländischen Investoren, die am Tokioter Markt etwa 70 Prozent des Handels ausmachen, sich nicht bewegen, solange bewegt sich auch der Markt nicht", sagte Yoshihiro Ito von Okasan Asset Management. Kodama meinte: "Die Investoren kommen voraussichtlich nicht mehr zurück, bevor kein Ende der US-Kreditsorgen und der weltweiten konjunkturellen Abschwächung abzusehen ist." Die Anleger in den USA hatten sich dagegen von einer Zunahme der Bestellungen für langlebige Güter beflügeln lassen und sie als Signal für ein Ende der Konjunkturflaute genommen. Der Dow-Jones-Index ging mit einem Plus von 0,8 Prozent bei 11 502 Punkten aus dem Handel, der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 0,8 Prozent auf 1281 Punkte und der Nasdaq-Composite 0,9 Prozent auf 2382 Punkte.

In Tokio mussten die deutlichsten Verluste Aktien des Börsenschwergewichts Canon hinnehmen, die 5,15 Prozent nachgaben. Anleger fürchteten, dass das Unternehmen unter Plänen von Konkurrent Ricoh leiden könnte, den US-Büroausrüster Ikon Office Solutions zu übernehmen. Ricoh-Papiere legten 2,9 Prozent zu. Die Titel des weltgrößten Autoherstellers Toyota gingen unverändert aus dem Handel. Der Konzern senkte am Donnerstag seine Absatzprognose für 2009. Demnach rechnet er nicht mehr damit, mehr als zehn Mill. Fahrzeuge zu verkaufen, sondern 9,7 Mill. Stück.

Der Dollar präsentierte sich schwächer zum Euro. Die europäische Währung notierte am Vormittag rund 0,5 Prozent höher bei 1,4786 Dollar. Händler machten Äußerungen von EZB-Ratsmitglied Axel Weber für die Entwicklung verantwortlich. Dieser hatte erklärt, dass die Europäische Zentralbank (EZB) der Wirtschaft im Euro-Raum vorerst nicht mit Zinssenkungen unter die Arme greifen wolle. Auch der Anstieg der Ölpreise den vierten Tag in Folge auf über 118 Dollar je Barrel drückte den Kurs des Dollar zum Euro.

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