Internationaler Aktienhandel
Asien-Börsen folgen Wall Street ins Plus

Die Börsen in Fernost haben vom Aufwind am New Yorker Aktienmarkt profitiert und am Mittwoch zugelegt. Für Beruhigung sorgte vor allem die Aussage von Fed-Chef Ben Bernanke, dass eine Verstaatlichung großer US-Banken wie der Citigroup nicht bevorstehe.

HB TOKIO/HONGKONG. In Japan trugen zu den Kursgewinnen auch Erwägungen der japanischen Regierung bei, zur Stützung der Börsen Aktien zu kaufen und somit den Druck auf die Wertpapierbestände von Banken zu lindern. Japans Regierungskoalition will demnach, dass der Erwerb von Aktien aus Überkreuzbeteiligungen von Banken und Unternehmenskunden durch eine 2002 hierzu gegründete öffentliche Gesellschaft noch ausgeweitet wird. Ein entsprechender Gesetzesentwurf soll in Kürze dem Parlament vorgelegt werden, wie japanische Medien berichteten.

In Tokio gewann der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 2,7 Prozent auf 7 461 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index schloss 2,1 Prozent im Plus bei 745 Zählern. Auch die Aktienmärkte in Südkorea, Hongkong, Taiwan, Singapur notierten fester. Nur der chinesische Leitindex verzeichnete Kursabschläge.

Neben den Meldungen zu möglichen Stützungskäufen der Regierung wurden Bankentitel in Tokio auch von Zeitungsberichten bewegt, wonach die Citigroup neben ihrem japanischen Brokerhaus Nikko Cordial auch die dortige Investmentsparte Nikko Citigroup verkaufen könnte.

Die Zeitung "Mainichi" berichtete, mögliche Käufer würden sonst nicht von der Kooperation der beiden Sparten profitieren. Das könne den Wert des Geschäfts schmälern. Für den Kauf von Nikko Cordial interessieren sich Kreisen zufolge die drei größten Banken Japans, Mitsubishi UFJ Financial Group, Mizuho und Sumitomo Mitsui. Die Anteilsscheine der Geldhäuser stiegen um jeweils über drei Prozent.

Die Aktien des Autobauers Honda Motor legten mehr als acht Prozent zu, nachdem ein Manager erklärt hatte, der Konzern wolle die Produktion seines neuen Hybrid-Modells Insight erhöhen. Toyota-Aktien gewannen über vier Prozent. Die Papiere von Nissan stiegen sogar um neun Prozent.

An der Wall Street hatte der Dow-Jones-Index der Standardwerte zum Handelsschluss mit einem Aufschlag von 3,32 Prozent bei 7350 Punkten notiert. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 4,01 Prozent auf 773 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq ging 3,9 Prozent höher mit 1441 Punkten aus dem Handel.

Der Euro legte in Fernost zu und notierte bei 1,2864 Dollar gegenüber 1,2838 im späten US-Handel. Der Dollar stieg auf 96,76 Yen gegenüber 96,64 Yen.

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