Internationaler Aktienhandel
Asien-Börsen: Merrill Lynch belastet Finanzwerte

Die Sorgen über anhaltende Folgen der US-Kreditmarktkrise haben die Aktienbörsen in Tokio ins Minus gedrückt. Nach erneuten Milliardenabschreibungen bei der US-Investmentbank Merrill Lynch sackten am Dienstag vor allem Finanztitel und Exportwerte ab.

HB TOKIO. Auch der Autobauer Toyota sorgte für schlechte Stimmung bei den Händlern, weil er sein Absatzziel senkte.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index beendete den Handel mit einem Minus von 1,4 Prozent bei 13.159 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index fiel ebenfalls um 1,4 Prozent auf 1281 Stellen. Auch die Börsen in Singapur, Hongkong, Taiwan, Südkorea und Shanghai notierten schwächer.

Die asiatischen Börsen gerieten damit wieder in den Sog der schlechten Nachrichten aus den USA. Die im Strudel der Kreditkrise steckende Investmentbank Merrill Lynch kündigte nach US-Börsenschluss weitere Abschreibungen von 5,7 Milliarden Dollar und eine Kapitalerhöhung an. Nach Einschätzung des Instituts drohen auch Lehman Brothers weitere Milliardenabschreibungen. Das belastete die Aktien der drei führenden Banken Japans. Die Anteile von Mitsubishi UFJ Financial verloren 1,5 Prozent an Wert, von Mizuho Financial 2,2 Prozent und Sumitomo Mitsui 1,4 Prozent.

Auch andere Branchen gerieten unter Druck. "Die Unsicherheit an den globalen Märkten drückt die Exportunternehmen und die schlechtere Absatzprognose von Toyota belastet die Autohersteller", sagte Händler Yoshinori Nagano von Daiwa Asset Management. Als stark exportabhängiges Unternehmen verlor auch der Kamerahersteller Canon, dessen Anteile knapp drei Prozent nachgaben.

Die Aktien von Toyota fielen um 2,6 Prozent. Der weltgrößte Autohersteller hatte am Montag seine weltweite Absatzprognose um 350.000 auf 9,5 Millionen Fahrzeuge gesenkt.

Auch die Papiere von Japans zweitgrößtem Autohersteller Honda verloren 2,1 Prozent. Er hatte bereits am Freitag wegen hoher Rohstoffkosten und dem schwächelnden US-Markt seine Absatzerwartungen für 2008 nach unten korrigiert.

An den Devisenmärkten in Fernost hat sich der Dollar am Dienstag weitgehend unverändert präsentiert. Ein Euro wurde mit 1,5731 Dollar bewertet nach 1,5745 im späten New Yorker Handel. Der Dollar wurde mit 107,38 Yen gehandelt nach 107,44 Yen in den USA.

Die US-Börsen hatten am Montag Verluste eingefahren. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte schloss 2,1 Prozent auf 11.131 Punkten. Der breiter gefasste S&P-500-Index verlor 1,8 Prozent auf 1234 Zähler. Der Technologie-Index Nasdaq notierte bei 2264 zwei Prozent tiefer.

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