Internationaler Aktienhandel
Asien-Börsen: Sorgen um Japans Konjunktur

Sorgen über die Turbulenzen an den Finanzmärkten und über die Konjunkturentwicklung haben am Donnerstag die meisten asiatischen Börsen belastet. Auch in Japan überwogen Konjunkturängste. Von positiven US-Vorgaben, dem schwachen Yen und einem vergleichsweise niedrigen Ölpreis konnten nur einzelne exportabhängige Unternehmen profitieren.

HB TOKIO/HONGKONG. In Tokio gab der 225 Werte umfassende Nikkei-Index ein Prozent auf 13 124 Punkte nach. Der breiter gefasste Topix-Index verlor 1,5 Prozent auf 1258 Zähler. Die Aktienmärkte in Südkorea, Taiwan, Singapur und der chinesische Leitindex notierten ebenfalls im Minus. Nur die Börse in Hongkong lag im Plus.

Die US-Börsen hatten am Mittwoch dank des gefallenen Ölpreises und positiver Unternehmensnachrichten fester geschlossen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte legte 0,4 Prozent auf 11 656 Punkte zu. Der breiter gefasste S&P-500-Index gewann 0,3 Prozent auf 1289 Punkte. Der technologielastige Nasdaq schloss 1,2 Prozent im Plus bei 2378 Zählern.

"Sicherlich war das Umfeld mit einem schwächeren Yen und einem niedrigeren Ölpreis gut", sagte Hideyuki Ishiguro von Okasan Securities. "Aber die Idee greift um sich, dass es der japanischen Wirtschaft nicht so gut geht." Analyst Katsuhiko Kodama von Toyo Securities sah dies ähnlich: "Seit vergangener Woche verfestigt sich der Eindruck, dass sich Japans Wirtschaftsabschwung verschärft und ausländische Investoren die Lage immer skeptischer bewerten."

Der Ölpreis fiel vor allem wegen geringerer Nachfrage aus den USA deutlich. Mitverantwortlich für den Preisrutsch war auch der Verbrauch des Boomlands China, der zuletzt nicht so beständig gestiegen war wie zuvor. Profitieren konnte hiervon jedoch nur wenige Exportwerte. Der Industrie-Roboter-Hersteller Fanuc legte 2,3 Prozent zu. Zu den deutlichsten Gewinnern gehörte Kubota, ein Hersteller von Geräten für die Landwirtschaft. Seine Papiere gewann wegen überraschend guter Quartalszahlen über 15 Prozent.

Kursverluste gabe es dagegen für die Finanzbranche. Vor allem Bankwerte wurden durch den Gewinneinbruch beim US-Versicherer AIG belastet. Japans größte Bank Mitsubishi UFJ Financial Group verlor 3,8 Prozent. Konkurrent Mizuho Financial gab 3,4 Prozent ab, die drittgrößte Bank des Landes, Sumitomo Mitsui Financial Group, büßte 3,2 Prozent ein.

Der Euro zeigte sich vor der EZB-Sitzung etwas fester. Die Händler warteten gespannt auf die Ausführungen von EZB-Präsident Jean-Claude Trichet vor allem zur Abschwächung der Wirtschaft in der Euro-Zone. Ein Euro wurde mit 1,5472 Dollar bewertet nach 1,5412 Dollar im späten New Yorker Handel. Der Dollar wurde mit 109,43 Yen gehandelt nach 109,62 Yen in den USA.

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