Internationaler Aktienhandel
ATX schließt deutlich schwächer

dpa-afx/apa WIEN. Die Wiener Börse hat die Sitzung am Donnerstag bei hohem Volumen mit tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel 69,69 Punkte oder 1,50 Prozent auf 4 591,48 Einheiten.

Der ATX konnte sich dem internationalen Abwärtssog nicht entziehen und verbuchte deutliche Verluste. An den europäischen Börsen tauchten im Zusammenhang mit der US-Hypothekenkrise Unsicherheiten auf. "Wien ist davon nicht verschont geblieben", kommentierte ein Händler. Unternehmensergebnisse von Raiffeisen International und der Post rückten angesichts der globalen Kurseinbrüchen in den Hintergrund.

Heimische Bankenwerte schlossen sich dem Abwärtstrend der internationalen Finanzwerte an und gaben kräftig nach. Raiffeisen büßten um 0,75 Prozent auf 113,26 Euro (671 709 gehandelte Stück in Einfachzählung) ein. Die Halbjahreszahlen des Bankinstituts waren einem Händler zufolge gut, allerdings belaste die Ankündigung einer Kapitalerhöhung.

Titel der Erste Bank gaben um 1,85 Prozent auf 54,60 Euro nach. Die Unicredit( CA IB) hat das Kursziel für die Aktie von 68 auf 66 Euro zurückgenommen. Die Kaufempfehlung "Buy" wurde hingegen bestätigt.

Starke Rückschläge mussten Voestalpine mit einem Minus von 5,98 Prozent auf 56,32 Euro einstecken. Andritz schlitterten 7,98 Prozent auf 46,70 Euro in die Tiefe. Für die Papiere von A-Tec ging es mit einem Verlust von 7,17 Prozent auf 137,66 Euro ebenfalls deutlich nach unten. Bei Palfinger ging es mit einem Minus von 4,84 Prozent auf 36,00 Euro bergab.

Die Anteilsscheine der Fluglinien befanden sich gemeinsam mit ihren europäischen Mitbewerbern im Sinkflug. AUA fielen im Vorfeld der Sitzung des AUA-Aufsichtsrats am Freitag 5,30 Prozent auf 7,86 Euro. Skyeurope stürzten um 9,72 Prozent auf 2,88 Euro ab. Flughafen Wien notierten nach Vorlage von Passagierzahlen um 1,54 Prozent fester bei 73,86 Euro .

Titel der Post büßten nach ihren Halbjahresergebnissen 1,91 Prozent auf 29,72 Euro ein. Die Post hat zwei Logistikspezialisten von der Deutschen Post-Tochter DHL Express in den Niederlanden und in Belgien gekauft, wurde zudem bekannt. Vorerst seien keine weiteren Großübernahmen geplant, hieß es.

Century Casinos brachen um 11,29 Prozent auf 5,58 Euro (133 339 Stück) ein. Der Spielkasino-Betreiber hat im Halbjahr durch die Eröffnung neuer Casinos fast doppelt so viel Umsatz erzielt wie im Vorjahr, zugleich ging aber wegen höherer Aufwendungen der neuen Resorts der Nettogewinn zurück.

Unter den wenigen Gewinnern stachen bwin mit einem Kurssprung von 8,91 Prozent auf 18,95 Euro deutlich hervor. Wolford tendierten nach der Bekanntgaben von vorläufigen Umsatzzahlen um 0,39 Prozent schwächer bei 36,30 Euro.

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