Internationaler Aktienhandel
Auf Asiens Börsen lasten neue Konjunktursorgen

Sorgen über die weltweite Konjunkturentwicklung haben am Donnerstag die asiatischen Märkte belastet. Zu den Verlierern zählten wie bereits an den US-Aktienmärkten Technologiewerte. Börsianer befürchteten, dass eine konjunkturelle Abkühlung die Nachfrage nach Hightech-Produkten dämpfen könnte.

HB TOKIO/HONGKONG. Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index sank um ein Prozent auf 12.557 Punkte. Der breiter gefasste Topix-Index gab um 1,6 Prozent auf 1201 Zähler nach. Auch die Aktienmärkte in Südkorea, Hongkong, Singapur und der chinesische Leitindex notierten schwächer. In Taiwan gab die Börse um 2,6 Prozent nach.

"Es ist schwer, heute zu kaufen, angesichts der allgemeinen Stimmung und der Schwäche des Technologiesektors in Übersee", sagte Hideyuki Ishiguro von Okasan Securities in Japan. "Die Investoren warten außerdem die morgigen US-Arbeitsmarktdaten ab."

Bei den Hochtechnologiewerten an der Tokioter Börse verbilligten sich die Anteilsscheine des Halbleiterausrüsters Tokyo Electron um über vier Prozent. Auch die Papiere von Casio Computer notierten um rund drei Prozent schwächer. Gegen den allgemeinen Markttrend und trotz eines Absatzrückgangs von über sieben Prozent auf dem US-Markt im August legten die Dividendenpapiere des Autobauers Honda um rund drei Prozent zu.

Die US-Aktienmärkte hatten am Mittwoch uneinheitlich geschlossen. Der Dow-Jones-Index der Standardwerte beendete den Handel mit einem leichten Plus von 0,1 Prozent bei 11.532 Punkten. Der Technologie-Index Nasdaq schloss dagegen 0,7 Prozent tiefer bei 2333 Punkten. Der S&P-500-Index verlor 0,2 Prozent auf 1274 Zähler. Laut dem "Beige Book" der US-Notenbank Fed hat sich die Wirtschaftslage in den Vereinigten Staaten in den vergangenen Wochen nicht verbessert.

Der Euro zeigte sich vor der Ratssitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag fester und notierte bei 1,4522 Dollar. Am Mittwoch war die europäische Einheitswährung mit 1,4385 Dollar auf ein Achtmonatstief gefallen. Experten gehen davon aus, dass die EZB ihre Leitzinsen unverändert lässt.

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