Internationaler Aktienhandel
Bankenwerte drücken Wiener Börse ins Minus

Lange hielt sie sich ordentlich, dann kam die schwache Wall Street: Die Wiener Börse hat die Sitzung am Montag bei durchschnittlichem Volumen mit deutlich tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel um 4,16 Prozent und schloss am Tagestief bei 1 620,54 Einheiten.

dpa-afx/apa WIEN. "Im Vergleich mit den anderen europäischen Börsen haben wir uns lange Zeit ganz gut gehalten. Mit der sehr schwachen Wall Street ging es aber auch mit dem ATX deutlicher bergab", kommentierte ein Händler. Den Kurseinbrüchen bei den heimischen Bankwerten standen Zugewinne bei OMV und Telekom Austria gegenüber.

Erste Group brachen in dem sehr schwachen europäischen Sektor um 16,36 Prozent auf 11,50 Euro ein. Goldman Sachs hatte das Kursziel für die Titel um rund 36 Prozent von 28,3 auf 18,0 Euro gekürzt. Raiffeisen verloren 14,30 Prozent auf 19,41 Euro. Marktteilnehmer verwiesen auf eine Vielzahl an negativen Branchennachrichten.

Die Meldung, dass die Bank von Spanien die angeschlagene Sparkasse Caja Castilla-La Manche unter ihre Kontrolle stellen musste, habe für Abgaben quer durch den Sektor gesorgt, hieß es von Marktbeobachtern. Der befürchtete Zusammenbruch von Schottlands größter Bausparkasse ist mit einer Rettungsübernahme durch Großbritanniens Bausparkasse Nationwide noch abgewendet worden. Bei der Schweizer UBS könnte es erneut zu größeren Abschreibungen kommen, wurde ferner bekannt.

Zu den Aktien im Blickpunkt zählten auch OMV, die in dem schwachen Marktumfeld um 3,33 Prozent auf 25,10 Euro zulegen konnten. Der Energiekonzern hatte seinen Anteil an der ungarischen MOL an Surgutneftegas verkauft. In einer Unternehmensmitteilung wurden die 1,4 Mrd. Euro für den 21,2 Prozent-Anteil als "guter Preis" bezeichnet. "Eine Unsicherheit fällt weg - der Markt schätzt es derzeit, wenn ein Unternehmen Geld in die Kassa bekommt", kommentierte ein Händler.

Die Titel des Verbund büßten 6,73 Prozent auf 27,01 Euro ein. Fester zeigten sich unter den weiteren Indexschwergewichten Telekom Austria mit einem Kursanstieg um 2,21 Prozent auf 11,10 Euro. Voestalpine schwächten sich hingegen um 3,86 Prozent auf 9,72 Euro ab.

RHI kletterten um 7,36 Prozent auf 9,77 Euro. Die Analysten der Deutschen Bank hatten ihre Einschätzung für die Aktie von "hold" auf "buy" erhöht und das Kursziel von 12,00 auf 15,00 Euro nach oben revidiert. Sal. Oppenheim hatte das Anlagevotum von "neutral" auf "buy" und den fairen Wert von 10,00 auf 11,50 Euro erhöht.

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