Internationaler Aktienhandel
Börse Tokio: Hoffnung auf US-Konjunkturprogramm stützt nur kurz

In Japan gab der Nikkei-225-Index zum Schluss seine vorher erzielten Gewinne wieder ab, und schloss rund ein Prozent schwächer.

HB TOKIO. In Tokio startete der japanische Leitindex Nikkei am Montag 1,3 Prozent oder 107,59 Punkte schwächer (auf 7 969 Punkte) in die neue Börsenwoche. Bis zur Handelshalbzeit hatten Hoffnungen auf die Verabschiedung des geplanten US-Konjunkturprogramms die japanische Börse noch gestützt. Exportwerte profitierten zudem von der Schwäche des Yen. Der breit gefasste Topix verlor 11,94 Punkte oder 1,51 Prozent und schloss bei 778,90 Punkten.

Die Aktie des Autobauers Toyota gewann nach dessen tiefroten Geschäftszahlen vom Freitag kräftig: Sie notierte 3,9 Prozent im Plus. Das Papier des größten japanischen Brokers Nomura bracht um zehn Prozent ein. Nomura hatte zuvor angekündigt, zur Stärkung seiner Kapitalbasis erstmals seit 20 Jahren neue Stammaktien auszugeben und damit bis zu 2,5 Mrd. Euro einnehmen zu wollen.

Der japanische Renault-Partner Nissan Motor meldete, dass er wegen der globalen Absatzkrise ebenfalls mit Milliardenverlusten rechnet und weltweit 20.000 Stellen abbaut. Wie Japans drittgrößter Autobauer am Montag bekanntgab, dürfte zum Ende des noch bis 31. März laufenden Geschäftsjahres ein Nettoverlust von 265 Milliarden Yen (1,75 Mrd Euro) anfallen. Auch beim Betriebsergebnis steuert Nissan auf einen Verlust von 180 Milliarden Yen zu bei einem Umsatz von 8,3 Billionen Yen. Durch den Stellenabbau sinkt die Mitarbeiterzahl auf 215.000

Außerdem ist der japanische Leistungsbilanzüberschuss im Dezember stärker als befürchtet eingebrochen. Der Überschuss sei auf Jahressicht um 92,1 Prozent zurückgegangen, teilte die japanische Regierung am Montag in Tokio mit. Volkswirte hatten ein Minus um 78 Prozent erwartet. Der Leistungsbilanz überschuss fiel von 1,589 Billionen Yen (rund 13,5 Milliarden Euro) im Vorjahresmonat auf 125,4 Milliarden Yen (1,1 Milliarden Euro). Im November hatte der Überschuss noch bei 581,2 Milliarden Yen gelegen.

Die Handelsbilanz weitete ihr Defizit im Dezember unterdessen aus. Der Fehlbetrag sank von minus 93,4 Milliarden Yen im Vormonat auf 197,9 Milliarden Yen.

Am Devisenmarkt tendierte der Dollar zum Mittag fester bei 91,55- 60 Yen nach 90,92-93 Yen am späten Freitag. Der Euro lag fester bei 1,2915-20 Dollar nach 1,2766-67 Dollar am späten Freitag. Zum Yen tendierte er fester bei 118,25-30 Yen nach 116,07-11 Yen am späten Freitag vergangener Woche.

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