Internationaler Aktienhandel
Börse Wien: Korrektur nach Montags-Kursrally

Die Wiener Börse hat am Dienstag bei hohem Volumen mit deutlichen Verlusten geschlossen. Der ATX fiel um 1,85 Prozent auf 3 400,02 Einheiten. Nach einem freundlichen Start hatte der Markt im Verlauf ins Minus gedreht und seine Verluste im Späthandel kräftig ausgebaut.

dpa-afx/apa WIEN. Die Wiener Börse hat am Dienstag bei hohem Volumen mit deutlichen Verlusten geschlossen. Der ATX fiel um 1,85 Prozent auf 3 400,02 Einheiten. Nach einem freundlichen Start hatte der Markt im Verlauf ins Minus gedreht und seine Verluste im Späthandel kräftig ausgebaut. Belastet wurde der ATX vor allem von den deutlichen Abgaben der schwer gewichteten Aktien OMV , Voestalpine und Verbund . In ganz Europa gaben Aktien der Stahl- und Energiebranche am Dienstag deutlich nach.

Voestalpine büßten 6,73 Prozent auf 30,50 Euro ein und markierten damit ein neues Jahrestief. Händlern zufolge litt die Aktie unter der europaweit schlechten Stimmung für Stahlaktien. Analysten vermuten als möglichen Auslöser für den negativen Branchentrend Meldungen, denen zufolge die brasilianische Vale do Rio Doce die Eisenerz-Preise für das laufende Jahr erneut erhöhen will. Der Konzern gilt als weltgrößter Eisenerzproduzent.

Fundamental seien die deutlichen Abschläge bei der Voestalpine allerdings nicht gerechtfertigt, hieß es am Markt. Das Unternehmen sei mit Eisenerz gut versorgt, nur ein kleiner Teil davon komme aus Brasilien, so der Erste Group-Analyst Franz Hörl.

Sehr schwach zeigten sich auch OMV und verloren 3,28 Prozent auf 38,60 Euro. Verbund büßten 5,42 Prozent auf 44,31 Euro ein. Größere Verluste gab es auch bei den Aktien der Baubranche. Strabag verloren 5,44 Prozent auf 38,25 Euro. Wienerberger fielen um 1,93 Prozent auf 17,81 Euro.

Uneinheitlich zeigten sich nach der Kursrally vom Vortag die beiden Bankschwergewichte. Raiffeisen stiegen um 0,96 Prozent auf 73,54 Euro . Erste Group Bank ermäßigten sich hingegen um 0,31 Prozent auf 41,69 Euro . Am Montag hatten die beiden Aktien nach dem Rettungsplan für die US-Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac wie andere Bankwerte in Europa auch kräftig zugelegt.

Telekom Austria konnten ihr anfängliches Plus nicht verteidigen und schlossen 0,60 Prozent schwächer bei 14,96 Euro. Die ägyptische Orascom Telecom ist an dem Unternehmen einem Bericht des "Kurier" zufolge interessiert. Ein Verkauf des Staatsanteils an der Telekom knapp vor den anstehenden Neuwahlen gilt allerdings unter Branchenkennern als nicht realistisch. Für "sehr, sehr unwahrscheinlich" hält auch der Chefanalyst von Cheuvreux in Österreich, Alfred Reisenberger, einen Einstieg der Orascom Telecom.

Größter Gewinner im prime market waren am Dienstag CA Immo Anlagen mit einem Plus von 6,23 Prozent auf 10,40 Euro . größter Verlierer waren bei allerdings schwachen Umsätzen Skyeurope mit einem Minus von 9,86 Prozent auf 0,64 Euro.

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