Internationaler Aktienhandel: Börse Wien: Kurse steigen deutlich

Internationaler Aktienhandel
Börse Wien: Kurse steigen deutlich

Die Wiener Börse hat die Sitzung am Dienstag bei gutem Volumen mit höheren Notierungen beendet. Der ATX stieg 95,88 Punkte oder 2,54 Prozent auf 3 877,82 Einheiten.

dpa-afx/apa WIEN. Die Wiener Börse hat die Sitzung am Dienstag bei gutem Volumen mit höheren Notierungen beendet. Der ATX stieg 95,88 Punkte oder 2,54 Prozent auf 3 877,82 Einheiten. "Ausnahmsweise haben wir heute ein größeres Plus ausgewiesen als die übrigen Börsen in Europa", kommentierte ein Händler die sehr feste Schlusstendenz beim ATX. Im Späthandel konnte der Leitindex seine Gewinne weiter ausbauen. Als Zugpferde fungierten dabei die OMV und Raiffeisen International, wobei letztere im späten Geschäft noch ordentlich anzog.

Die Banken standen von Beginn weg im Blickpunkt, auch wenn erst mit der Eröffnung der US-Börsen wirklich Schwung in die Titel kam. Vor allem Raiffeisen International konnten kräftig zulegen und schlossen um 6,49 Prozent fester bei 86,76 Euro. Erste Bank hinkten hier mit einem Aufschlag von 1,88 Prozent auf 36,78 Euro ein wenig hinterher. Es habe "einige Verkaufsorders" gegeben, berichtete ein Händler.

Hingegen seien die Orderbücher für OMV -Aktien voll gewesen, so der Händler. Die Papiere kletterten um 4,13 Prozent auf 47,66 Euro. Der ungarische Öl- und Gaskonzern MOL hat am Montag an der Budapester Börse um 5,72 Mill. Euro weitere 65 000 MOL -Aktien gekauft. Die Rückkauf-Strategie wird allgemein als Abwehrmaßnahme gegen eine feindliche Übernahme durch die OMV interpretiert. Diese Nachrichten seien jedoch nicht ausschlaggebend für die Kursgewinne gewesen, sondern nur ein Einflussfaktor unter mehreren, meinte der Händler.

Gesucht waren auch Telekom Austria, die um 1,73 Prozent auf 18,81 Euro zulegten. Ein starkes Branchenumfeld wirkte sich positiv auf die Anteile aus. Da konnte auch eine Analyse von Goldman Sachs, in der die Analysten das Kursziel von 21,70 auf 21,20 Euro senken und die Kaufempfehlung beibehalten, kein negatives Sentiment bringen.

Ein weiterer Analystenkommentar kam zu Wienerberger . UBS hat ihr Anlagevotum von "Hold" auf "Sell" reduziert und das Kursziel für die Aktie von 49 auf 30,50 Euro gesenkt. Der Ziegelhersteller hat zudem einen neuen Hauptaktionär, wurde bekannt. Die AIM Trimark Investments mit Sitz in Kanada, eine Tochtergesellschaft der Fondsgesellschaft Invesco, hat ihren Anteil auf 10,03 Prozent erhöht. Wienerberger schlossen um 0,25 Prozent schwächer bei 31,60 Euro.

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