Internationaler Aktienhandel
Börse Wien: Sehr fest nach Zwischentief

Die Wiener Börse hat den Handel am Freitag bei durchschnittlichem Volumen mit deutlich höheren Notierungen beendet. Der ATX legte um 42,57 Punkte oder 2,52 Prozent auf 1 733,95 Einheiten zu.

dpa-afx/apa WIEN. Die Wiener Börse hat den Handel am Freitag bei durchschnittlichem Volumen mit deutlich höheren Notierungen beendet. Der ATX legte um 42,57 Punkte oder 2,52 Prozent auf 1 733,95 Einheiten zu. Nach einem starken Start und einem kurzen Abtauchen in die Verlustzone hatte sich der Index im Späthandel erholt. Eine starke Schlussauktion zog den Leitindex noch einmal weiter nach oben. Marktteilnehmern zufolge habe die Hoffnung auf das Banken-Rettungspaket in den USA, das am Montag vorgelegt werden soll, die Stimmung beflügelt. Dadurch konnte auch die schwachen US-Arbeitsmarktdaten abgeschüttelt werden, hieß es.

Bei mehreren Blue-Chips kauften die Investoren in der Schlussauktion deutlich zu. So zogen Voestalpine um 7,10 Prozent auf 17,96 Euro an, und OMV kletterten um 5,67 Prozent auf 22,18 Euro.

Auch bei der Erste Group Bank kam es mit einem Plus von 4,19 Prozent auf 10,93 Euro zu klaren Aufschlägen. Damit konnten sich die Aktien von den Kursverlusten des Vortages ein wenig erholen. Raiffeisen International drehten hingegen schon früh ins Minus und schlossen auch um 1,26 Prozent tiefer bei 14,91 Euro.

Die Aktien von bwin kletterten nach der Vorlage vorläufiger Geschäftszahlen um 4,05 Prozent auf 20,82 Euro. Analysten beurteilen das bwin-Ergebnis unterschiedlich. Unicredit-Analyst Martin Ligezinski zufolge sind die Zahlen "den Erwartungen entsprechend" ausgefallen, während Paul Hoffmann von Sal. Oppenheim von "ohne Zweifel guten Zahlen" sprach.

Austrian Airlines (AUA) zeigten sich mit einem Abschlag von 9,64 Prozent auf 3,75 Euro am unteren Ende des Kurszettels. Das Unternehmen habe mit kurzfristigen Verbindlichkeiten von mehr als 300 Mill. Euro zu kämpfen, sagte ein Analyst. Die Refinanzierung dieser Kreditlinien sei das größte Problem der AUA, "aber das ist nichts Neues", sagte der Experte. Die Situation der AUA sei "prekär, aber nicht erst seit vorgestern".

Von Analystenseite wurde eine Fülle an Neuigkeiten bekannt. Obwohl die Analysten der Erste Group das Kursziel für die Aktien von A-TEC Industries von 11,60 auf 6,20 Euro gesenkt hatten, konnten die Titel um 4,61 Prozent auf 6,36 Euro dazugewinnen.

Die Wertpapierexperten der Deutschen Bank maj,em die Bewertung der Vienna Insurance Group (VIG) mit der Anlageempfehlung "Buy" neu auf. Das Kursziel bezifferten die Experten auf 34,50 Euro. VIG schlossen um 0,45 Prozent höher bei 22,55 Euro.

Schoeller-Bleckmann zeigten sich mit einem Plus von 5,65 Prozent bei 24,50 Euro. Die Analysten der Raiffeisen Centrobank (RCB) hatten das Kursziel für die Aktien des heimischen Ölfeldausrüsters von 30 auf 26 Euro gesenkt. Das Anlagevotum "Hold" wurde hingegen bestätigt.

Strabag verloren 0,51 Prozent auf 13,60 Euro. HSBC empfiehlt die Aktien in einer Ersteinschätzung mit "Underweight" und einem Kursziel von 12 Euro.

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