Internationaler Aktienhandel
Börse Wien: US-Daten bescheren ATX Verluste

Die Wiener Börse hat die Sitzung am Freitag bei moderatem Volumen mit tiefroten Notierungen beendet. Der ATX fiel 60,96 Punkte oder 3,46 Prozent auf 1 700,80 Einheiten.

HB WIEN. Belastet von dem Scheitern des Rettungspaketes für die angeschlagenen US-Autobauer am Donnerstagabend hatten die europäischen Aktienmärkte klar in der Verlustzone eröffnet. In diesem schwachen Umfeld zählten an der Wiener Börse vor allem die Banken - und Versicherungswerte zu den Tagesverlierern. Gestützt auf Nachrichten über einen neuen Rettungsplan für die US-Autobranche konnten Europas Leitbörsen am Nachmittag ihre Verluste noch deutlich eingrenzen, der Wiener Aktienmarkt legte jedoch nur geringfügig zu.

Europaweit zählten die Finanzwerte einmal mehr zu den Verlierern. Börsianer verwiesen auf Aussagen des Jpmorgan-Chefs Jamie Dimon. Er sehe im laufenden Quartal weiterhin keine Entspannung, so Dimon am Donnerstagabend. Im Gegensatz zum Gesamtmarkt konnten sich die Raiffeisen International-Titel im Späthandel noch klar verbessern und gingen mit einem Minus von 1,46 Prozent bei 20,25 Euro aus dem Handel. Zwischenzeitlich war der Kurs bis auf 18,80 Euro gefallen.

Erste Group Bank brachen um 8,15 Prozent auf 15,10 Euro ein. Passiert in den wenigen Tagen bis zum Jahresende nichts mehr Unvorhergesehenes, so wird das vierte Quartal 2008 ein profitables Quartal gewesen sein, sagte Erste-Group-Chef Andreas Treichl. Weiters hat die Ratingagentur Moody`s bekanntgegeben, dass das Rating für langfristige Verbindlichkeiten und das Bank Financial Strength Rating der Erste Group gesenkt werden könnten.

Unter den ATX Five-Werte konnten einzig OMV mit einem Plus von 1,11 Prozent bei 18,20 Euro aus dem Handel gehen. Telekom Austria gaben um 5,26 Prozent auf 10,99 Euro (1 317 652 Stück) nach und Voestalpine verloren 6,71 Prozent auf 15,30 Euro.

Daneben erlitten auch die Versicherungswerte kräftige Abschläge. Die Aktien der Vienna Insurance Group verloren 8,15 Prozent auf 21,31 Euro. Die Analysten von Morgan Stanley haben das Kursziel deutlich um 23 Prozent auf 46 Euro gesenkt. Das Anlagevotum "overweight" wurde hingegen bestätigt. Uniqa ermäßigten sich um 0,56 Prozent auf 17,80 Euro .

Zu den wenigen Gewinnern zählten die Anteilsscheine von Intercell mit plus 7,75 Prozent auf 22,10 Euro. Das Expertenkomitee der australischen Arzneimittel-Zulassungsbehörde hat als erstes derartiges Gremium die in Wien entwickelte Vakzine (IC-51) gegen die Japanische Enzephalitis (JE) positiv bewertet. Damit dürfte das Land den Impfstoff in nächster Zukunft für den Gebrauch freigeben, so die Einschätzung von Marktteilnehmern.

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