Internationaler Aktienhandel
Börse Zürich: Anleger nehmen Gewinne mit

Der Schweizer Aktienmarkt hat den Handel am Dienstag mit leichten Verlusten eröffnet und kaum verändert beendet, aber den größten Teil des Verlaufs deutlich in der Gewinnzone verbracht. Der Markt habe sich zunächst Gewinnmitnahmen widersetzen können, sagten Händler.

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt hat den Handel am Dienstag mit leichten Verlusten eröffnet und kaum verändert beendet, aber den größten Teil des Verlaufs deutlich in der Gewinnzone verbracht. Der Markt habe sich zunächst Gewinnmitnahmen widersetzen können, sagten Händler. Die schwächere Performance in den USA habe dann aber doch für die nach den kräftigen Vortagesgewinnen erwarteten Gewinnmitnahmen gesorgt. Marktteilnehmer zeigten sich wenig überrascht, die Gewinne hätten von Anbeginn auf tönernen Füssen gestanden und die Börse bleibe anfällig für negative Nachrichten.

In den USA hatte Händlern zufolge der unerwartet deutliche Rückgang bei den noch nicht abgeschlossenen Hausverkäufen im Juli zusätzlichen Grund für Gewinnmitnahmen geliefert.

Bis Börsenschluss um 17.30 Uhr stieg der SMI um 0,17 Prozent auf 7 189,45 Punkte; das Tageshoch lag bei 7 302,55. Der SLI sank dagegen um 0,11 Prozent auf 1 075,04 Zähler, der SPI notierte kaum verändert bei plus 0,04 Prozent auf 6 017,74 Punkte.

Unterstützt wurde der SMI von kräftigen Aufschlägen in Nestle (+2,1 Prozent auf 49,92 Schweizer Franken), die im Einklang mit dem europäischen Nahrungsmittelsektor gesucht waren. Von den übrigen defensiven Werten gingen Novartis (+1,0 Prozent auf 59,80 Franken) mit Aufschlägen aus dem Handel, während sich Roche (-0,4 Prozent auf 185,20 Franken) verbilligten. Novartis hatte von der US-Gesundheitsbehörde FDA eine vorrangige Zulassungsbehandlung für Rad001 gegen Nierenkrebs erhalten.

Ebenfalls Unterstützung für den Markt boten die Finanzwerte, die über größere Handelsstrecken an der SMI-/SLI-Spitze notierten. Am Nachmittag fielen UBS (-0,1 Prozent auf 24,24 Franken), Credit Suisse (+1,0 Prozent auf 53,70 Franken) und Julius Bär (+0,8 Prozent auf 67,50 Franken) allerdings deutlich von ihren Tageshöchstständen zurück, im Handel wurde auf Gewinnmitnahmen verwiesen. Einerseits habe Merrill Lynch bereits am Vortag empfohlen, Finanzwerte in die aktuelle Stärke hinein zu verkaufen, was die Aufwärtsbewegung gebremst habe, andererseits hätten die verhaltenen Kommentare des US-Mitbewerbers Wachovia für Gewinnmitnahmen gesorgt.

Auch die Versicherungen waren gefragt, allen voran Swiss Re (+0,6 Prozent auf 69,85 Franken). Das Unternehmen habe sich am Branchentreffen in Monte Carlo zwar nicht sehr zuversichtlich gezeigt, meinte ein Analyst. Die derzeit schwierigen Rahmenbedingungen könnten das Problem der Unterversicherung aber noch verschärfen, wobei es zu einer verstärkten Nachfrage nach Rückversicherungsprodukten kommen könnte.

An der Indexspitze schlossen wie bereits am Vortag Ciba (+6,1 Prozent auf 37,50 Franken). Händlern zufolge dürften auch heute noch die seit dem Freitag kolportierten Fusionsspekulationen für Käufe gesorgt haben.

Deutlich stärker zeigten sich auch Holcim (+1,2 Prozent auf 81,60 Franken) oder Synthes (+1,0 Prozent auf 156,70 Franken).

Die rote Laterne hielten im SMI/SLI dagegen Syngenta (-7,4 Prozent auf 251,75 Franken). Marktteilnehmer verwiesen zur Begründung auf ein Interview des Unternehmenschefs, zeigten sich aber von der Heftigkeit der Kursreaktion auf die Aussagen von Mike Mack doch deutlich überrascht. "Da wurde dem Markt wohl ein Vorwand geliefert, weitere Gewinne zu realisieren", sagte ein Händler.

Auch für ABB (-4,1 Prozent auf 24,40 Franken) gab es deutliche Verluste. Im Berufshandel wurden die Abschläge in Verbindung mit dem Kursrückschlag unter die als psychologisch wichtig geltende Marke von 25 Franken gebracht. Nur wenig besser erging es bei Börsenschluss Logitech (-2,0 Prozent auf 27,00 Franken), Petroplus (-1,9 Prozent auf 50,05 Franken) oder Lonza (-1,8 Prozent auf 149,50 Franken).ch/AWP/he

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