Internationaler Aktienhandel
Börse Zürich: Bankenwerte deutlich fester

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Donnerstag fester geschlossen. Gute Nachrichten aus dem US-Bankensektor sorgten bereits am Vormittag für Auftrieb. Auch die besser als erwarteten Quartalszahlen der US-Großbank Jpmorgan stützten die Bankentitel weiter.

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt hat am Donnerstag fester geschlossen. Gute Nachrichten aus dem US-Bankensektor sorgten bereits am Vormittag für Auftrieb. Auch die besser als erwarteten Quartalszahlen der US-Großbank Jpmorgan stützten die Bankentitel weiter. Defensive Werte konnten die Avancen hingegen nicht im gleichen Masse nachvollziehen.

Die US-Börsen konnten ihren anfänglichen Schwung nach dem kräftigen Vortagesplus nicht halten. Zunächst hatten positive Daten zu Baugenehmigungen und-beginnen sowie zu den wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe noch für gute Stimmung gesorgt. Später sackten die Kurse nach enttäuschenden Konjunkturdaten des Philadelphia-Fed-Index ab. Auch der wieder festere Ölpreis habe auf die Stimmung gedrückt, hieß es im Handel. Entsprechend gab es auch am Schweizer Markt gegen Handelsende Abschläge.

Der SMI gewann am Ende 2,36 Prozent auf 6 739,16 Punkte. Im Handelsverlauf hatte der Leitindex einen Höchststand von 6 821,80 Punkten erreicht. Der SLI schloss um 3,22 Prozent höher bei 1 010,20 Punkten. Der breitere SPI rückte um 2,43 Prozent auf 5 653,03 Punkte vor.

Die Bankentitel gingen mit deutlichen Aufschlägen aus dem Handel, jedoch unter den Tageshöchstständen. In der US-Steueraffäre fand zudem ein Hearing vor dem US-Senat statt. Martin Liechti, Chef der Vermögensverwaltung Americas International bei der UBS , verweigerte eine Aussage. UBS legten 7,9 Prozent auf 20,42 Franken, Credit Suisse 7,9 Prozent auf 43,54 Franken und Julius Bär 9,5 Prozent auf 65,70 Franken.

Petroplus beendeten den Handel an der Spitze der Tabelle im SMI mit einem Plus von 10,2 Prozent auf 42,52 Franken nach noch stärkeren Gewinnen im Tagesverlauf. Die Aktien des Raffineriebetreibers profitierten von einer "positiven Gewinnwarnung" und guten Analysten-Kommentaren. Händler sprachen von "panikartigen Deckungskäufen".

Logitec stiegen 7,0 Prozent auf 27,86 Franken. Es habe nach einer Tradingkaufempfehlung aus dem Hause Landsbanki Kepler neben Deckungskäufen auch zunehmend wieder Anlagekäufe gegeben, berichteten Händler. Nach Aussagen des Marktforschungsinstitutes Gartner hat der weltweite PC-Markt im zweiten Quartal zudem ein starkes Wachstum verzeichnet - positiv für die Herstellerin von Computer-Zubehör.

Der zunächst rückläufige Ölpreis verhalf den Aktien der Chemiekonzerne Clariant zu einem Plus von 9,2 Prozent auf 10,37 Franken und Ciba mit einem Anstieg von 4,7 Prozent auf 26,36 Franken zu einem Platz im oberen Drittel der Tabelle. Zudem hatte die Unicredit aufgrund des "übertriebenen Kursverfalls" die beiden Titel auf "Hold" von bisher "Sell" angehoben. Syngenta gewannen 0,9 Prozent auf 280,25 Franken und Givaudan stiegen um 3,1 Prozent auf 895,50 Franken.

Die Versicherungstitel verzeichneten eher moderate Zuwächse, allen voran Swiss Re mit einem Gewinn von 1,7 Prozent auf 61,80 Franken und Swiss Life mit einem Anstieg von 1,7 auf 266 Franken. Besser schnitten ZFS mit einem Plus von 2,1 Prozent auf 264,25 Franken nach einer Kaufempfehlung durch die ZKB, sowie bei Baloise mit einem Anstieg von 3,9 Prozent auf 95,15 Franken ab.

Defensive Titel rangierten dagegen am unteren Ende der Tabelle. Vor allem die Papiere des Index-Schwergewichts Roche waren betroffen. Sie verloren 2,1 Prozent auf 176,80 Franken.

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