Internationaler Aktienhandel
Börse Zürich: Bankenwerte im Minus

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt hat am Donnerstag den ersten Handelstag im neuen Jahr tief in der Verlustzone beendet. Am Markt wurden die Abgaben auf die am Vortag in den USA wieder aufgekommenen Rezessionsängste und die hohen Rohölpreise zurückgeführt. Angesichts der Unsicherheiten im Zusammenhang mit der wirtschaftlichen Entwicklung in den USA würden sich die Anleger vorerst bei Engagements zurückhalten, meinte ein Händler. Zudem habe es dem Geschehen an Impulsen gefehlt.

Am Nachmittag vermochte sich der SMI etwas von seinem Tagestiefststand zu lösen. Die freundliche Eröffnung und Performance der Wall Street sowie die positiv aufgenommenen Konjunkturdaten sorgten am hiesigen Markt jedoch nur für einen geringfügigen Abbau der Verluste. In den USA waren die jüngsten Arbeitsmarkt-Daten, die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sowie die Auftragseingänge aus der Industrie besser als erwartet ausgefallen.

Der SMI sank um 1,95 Prozent auf 8 318,82 Punkte. Der 30 Titel umfassende SLI gab um 2,09 Prozent auf 1 269,30 Punkte nach. Der breite Swiss Performance Index (SPI ) um 1,91 Prozent auf 6 793,14 Punkte.

Unter den Blue Chips gingen Julius Bär (-5,7% auf 88,25 Franken) mit den markantesten Abschlägen aus dem Handel. Auch von den übrigen Bankenwerte trennten sich die Anleger. UBS wurden um 2,6% auf 51,05 Franken zurückgenommen und CS um 1,7% auf 66,95 Franken. Unter den Assekuranzwerten wiesen ZFS (-2,3% auf 325,00 Franken) und Swiss Life (-2,2% auf 276,75 Franken) größere Verluste auf. Baloise (-1,8% auf 109,50 Franken) und Swiss Re (-1,7% auf 79,05 Franken) hielten sich knapp besser als der Gesamtmarkt.

Einen schweren Stand hatten am ersten Handelstag in diesem Jahr die zyklischen und konjunktursensitiven Werte. Im Zusammenhang mit den wieder aufgekommenen Rezessionsängsten standen ABB (-4,5% auf 31,14 Franken) im SMI am stärksten unter Druck, OC Oerlikon (-6,8% auf 441,00 Franken) hielten im SLI die rote Laterne. Auch Swatch (-4,3% auf 326,75 Franken), Richemont (-3,8% auf 74,75 Franken), Adecco (-3,6% auf 59,05 Franken) oder Clariant (-3,3% auf 10,18 Franken) wurden überdurchschnittlich verkauft, ebenso Nobel Biocare (-3,6% auf 292,00 Franken).

Widerstandsfähiger zeigten sich - wie in einem solchen Umfeld oft üblich - die defensiven Werte. So hielten sich Nestle (-1,2% auf 514,00), Novartis (-1,5% auf 61,20 Franken) und Roche (-1,8% auf 192,00 Franken) über dem Marktdurchschnitt.

Syngenta (+4,8% auf 302,25 Franken) profitierten vom Höhenflug der amerikanischen Branchenkollegin Monsanto und gingen als einziger Blue Chip mit Gewinnen aus dem Handel. Monsanto hat im ersten Quartal einen höher als erwarteten Gewinn je Aktie erwirtschaftet.

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