Internationaler Aktienhandel
Börse Zürich: Bankenwerte im Minus

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Donnerstag etwas schwächer geschlossen. Insbesondere die Abschläge bei Banken und Versicherungen belasteten den Standardwerte-Index. Eine Reihe von gemischt ausgefallenen US-Konjunkturdaten zeigte kaum Wirkung auf das Handelsgeschehen.

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt hat am Donnerstag etwas schwächer geschlossen. Insbesondere die Abschläge bei Banken und Versicherungen belasteten den Standardwerte-Index. Eine Reihe von gemischt ausgefallenen US-Konjunkturdaten zeigte kaum Wirkung auf das Handelsgeschehen. In der letzten Handelsstunde erholte sich die Schweizer Börse allerdings etwas von ihren Kursverlusten und folgten damit den US-Börsen, die ihre Verluste kurz zuvor leicht reduziert hatten.

Der Leitindex Swiss-Market-Index (SMI) sank um 0,7 Prozent auf 7 071,25 Punkte. Der 30 Unternehmen umfassende Swiss Leader Index (SLI) verlor 1,1 Prozent auf 1 050,03 Zähler und der breite Gesamtmarkt SPI gab um 0,72 Prozent auf 5 922,05 Punkte nach.

Die Kursverluste an Wall Street konzentrierten sich bis zum Handelsende in der Schweiz hauptsächlich auf den Finanzsektor. Die Schweizer Bankaktien standen denn auch erneut unter Verkaufsdruck, lösten sich aber im Handelsverlauf wieder von ihren Tagestiefs. Insbesondere die Probleme bei Lehman Brothers bereiteten dem Markt mehr und mehr Kopfzerbrechen, hieß es am Markt. Für die Reduzierung der Verluste sprachen Händler von Hoffnung, dass es zu einer baldigen Lösung bei Lehman kommen werde. Zudem wurden auch Spekulationen genannt, denen zufolge schon bald ein Verkauf an Goldman Sachs , möglicherweise unter Mitwirkung der Federal Reserve, erfolgen könnte. Credit Suisse sanken um 1,8 Prozent auf 51,00 Franken, UBS verloren 1,6 Prozent auf 22,90 Franken und Julius Bär gaben um 2,2 Prozent auf 62,85 Franken nach.

Die Versicherungstitel gaben ebenfalls nach: Swiss Life Holding verloren 1,3 Prozent auf 186,00 Franken, die Titel der Swiss Re sanken um 3,3 Prozent auf 66,55 Franken und Zurich Financial Services(ZFS) büßten 1,2 Prozent auf 283,50 Franken ein. Für ZFS hat die UBS das Kursziel auf 330 (340) Franken reduziert. Dieser Schritt berücksichtige eine Risikorückstellung für Subprime-Positionen, schrieben die Analysten.

Ciba brachen um 8,7 Prozent auf 36,98 Franken ein und gaben damit unter den Blue-Chips am kräftigsten nach. Am Vortag hatten die Titel kräftig zugelegt und waren getrieben worden von Spekulationen um Akquisitionen und Managementwechsel. "Die Reaktionen in Ciba sind oft massiv übertrieben und stark von Shortcoverings getrieben", meinte ein Händler.

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