Internationaler Aktienhandel
Börse Zürich: Citigroup-Zahlen geben Auftrieb

Der Schweizer Aktienmarkt ist am Freitag von sehr festen Bankentiteln nach oben getrieben worden. Nach einem negativem Handelsstart sorgten die weniger schwach als erwartet ausgefallenen Zahlen der amerikanischen Citigroup für ein Erleichterungsrally zum Wochenausklang.

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt ist am Freitag von sehr festen Bankentiteln nach oben getrieben worden. Nach einem negativem Handelsstart sorgten die weniger schwach als erwartet ausgefallenen Zahlen der amerikanischen Citigroup für ein Erleichterungsrally zum Wochenausklang. Für eine gewisse Volatilität in einzelnen Titeln sorgte zudem der kleine Eurex-Verfall. Der Swiss-Market-Index (SMI) schloss mit plus 1,31 Prozent auf 6 827,31 Punkte. Im Wochenvergleich ergab sich ein Plus von 2,8 Prozent. Dies ist das erste Wochenplus nach sechs Wochen mit stetig sinkenden Kursen.

Unter den Investoren habe sich nach den Citigroup-Zahlen mit Blick auf die Banken eine gewisse Erleichterung breitgemacht, welche sich auch auf den Gesamtmarkt übertragen habe, sagten Händler. Die Enttäuschung durch Merrill Lynch am Vortag und der Prozess der UBS in den USA seien dabei etwas in den Hintergrund gerückt. Wie nachhaltig die Erholung zum Wochenschluss aber sei, werde sich erst in der kommenden Woche mit den zahlreichen weiteren Unternehmensergebnissen zeigen.

Mit Abstand waren die Aktien der UBS mit plus 7,6 Prozent auf 21,98 Franken Favorit im SMI. Nach einem Rekordtief bei 17,52 Franken am Mittwoch, erholten sich UBS damit um über vier Franken. Rückenwind erzielten die Titel von der Citigroup. Diese hat zwar im vergangenen Quartal wegen weiteren Milliardenabschreibern erneut Verluste ausgewiesen, allerdings klar weniger als befürchtet.

Geholfen hat die Nachricht auch den Titeln der Credit Suisse , die um 4,4 Prozent auf 45,46 Franken zulegten. Julius Bär gewannen 3,7 Prozent auf 68,10 Franken und Schweizerische Rückversicherungs-Gesellschaft (Swiss Re) rückten um 3,2 Prozent auf 63,75 Franken vor. Die Titel der Baloise-Holding stiegen um 5,2 Prozent auf 100,10 Franken. Die Aktien hätten aber nicht nur von der zum Wochenausklang etwas freundlicheren Stimmung für die Finanzwerte profitiert, sondern seien auch von wieder aufgeflammten Übernahmegerüchten getrieben worden, hieß es im Handel.

Adecco gaben um 0,9 Prozent auf 47,78 Franken nach und wurden von einer Rückstufung durch die Deutsche Bank auf "Sell" belastet. Syngenta verloren 3,5 Prozent auf 270,50 Franken und litten unter Gewinnmitnahmen nach der starken Kursentwicklung der jüngsten Vergangenheit. Nestle büßten 1,9 Prozent auf 43,44 Franken ein und wurden von einer Gewinnwarnung des belgischen Supermarktkonzerns Delhaize Group in Mitleidenschaft gezogen sowie von überraschend schwachen Umsatzzahlen des Kosmetikkonzerns L"Oreal , an dem Nestlé knapp 30 Prozent hält.

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