Internationaler Aktienhandel
Börse Zürich: Clariant sehr gefragt

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Mittwoch deutlich fester geschlossen. Positive Vorgaben aus dem Ausland und der zunächst rückläufige Ölpreis hatten bereits am Vormittag für Optimismus gesorgt. Nach positiven US-Konjunkturdaten erreichte der SMI dann um rund 16 Uhr sein Tageshoch.

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt hat am Mittwoch deutlich fester geschlossen. Positive Vorgaben aus dem Ausland und der zunächst rückläufige Ölpreis hatten bereits am Vormittag für Optimismus gesorgt. Nach positiven US-Konjunkturdaten erreichte der SMI dann um rund 16 Uhr sein Tageshoch. Die US-Auftragseingänge waren im April deutlich besser ausgefallen als vom Markt erwartet.

An der Wall Street und danach auch am Schweizer Markt schmolzen die Kursgewinne jedoch wieder etwas zusammen. Händler machten steigende Notierungen beim US-Leichtöl dafür verantwortlich. Am Schweizer Markt stützen vor allem Clariant die Kurse, während UBS und ZFS den Markt bremsten. Marktbeobachter bezeichneten das Geschehen wegen fehlender Unternehmensnachrichten jedoch als ruhig und relativ impulslos.

Der SMI schloss um 17.30 Uhr 0,76 Prozent höher bei 7 474,50 Einheiten (Tageshoch: 7 505,83). Der 30 Titel umfassende, gekappte SLI gewann gar 0,89 Prozent auf 1 150,37 Punkte. Der marktbreite SPI stieg um 0,81 Prozent auf 6 296,55 Punkte.

Im Leitindex verhalfen Nachrichten aus den USA und die Entwicklung des Ölpreises Clariant (plus 4,3 Prozent auf 11,52 Franken) am Nachmittag zum obersten Tabellenplatz. Händler verwiesen auf Äusserungen des amerikanischen Chemiekonzerns Dow Chemical . Dieser gab bekannt, dass er die Preise auf der ganzen Produktpalette um rund 20 Prozent anheben werde. Der produktübergreifende Charakter der Massnahme setze ein Zeichen für die gesamte Industrie, hieß es. Auch die nur im SLI kotierten Ciba (plus 2,5 Prozent auf 34,12 Franken) legten in Folge zu.

Syngenta (plus 2,7 Prozent auf 314,25 Franken) gelang nach anfänglichen Kursverlusten der Sprung in die Pluszone. Gemäss einem am Dienstag veröffentlichten Bericht des US-Landwirtschaftsministeriums steht der Maisanbau kurz vor dem Abschluss.

Von den Index-Schwergewichten waren Nestle (plus 1,5 Prozent auf 511,50 Franken) nach Spekulationen um ein Joint Venture mit Hershey gefragt. Roche (plus 0,9 Prozent auf 177,50 Franken) zeigten sich vor dem Onkologie-Kongress Asco stark, während Novartis 0,4 Prozent auf 54,10 Franken abgaben.

UBS (minus 0,8 Prozent auf 26,04 Franken) rangierten auch am zweiten Tag des Ex-Anrechtehandels auf dem letzten Tabellenplatz. Druck und Volatilität dürfte während der gesamten Dauer der Kapitalerhöhung (Ende Bezugrechtshandel am 9.6.) auf den Valoren lasten, hieß es im Handel. Von rund 725 Mill. ausgegebenen Bezugsrechten waren am Vortag 105 Mill. Stück umgesetzt worden, am Berichtstag waren es 128 Mill.

Fester notierten hingegen Julius Bär (plus 1,5 Prozent auf 82,85 Franken) und CS (plus 1,1 Prozent auf 52,85 Franken). ZFS verloren 0,7 Prozent auf 300,25 Franken. Händler machten u.a. den Rückzug von Generali als Interessent beim Verkauf der Versicherungssparte der Royal Bank of Scotland verantwortlich. ZFS gilt demnach als Favorit unter den möglichen Käufern. Andere Versicherungswerte tendierten im Plus: Swiss Re mit plus 2,3 Prozent auf 79,55 Franken, gefolgt von Baloise (plus 1,8 Prozent auf 117,40 Franken) und Swiss Life (plus 0,4 Prozent auf 289,50 Franken).

Swisscom (plus 0,8 Prozent auf 361,25 Franken) schlugen den Index. Das Unternehmen hatte eine strategische Partnerschaft mit dem US-Telekommunikationsriesen Verizon bei Geschäftskunden angekündigt. Die SLI-Titel Logitech (plus 4,0 Prozent auf 33,68 Franken) waren sehr gefragt. Händler begründeten dies mit guten Vorgaben des US-Technologiesektors sowie einer positiven Studie der Landsbanki Kepler.

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