Internationaler Aktienhandel: Börse Zürich fester dank Pharmatiteln

Internationaler Aktienhandel
Börse Zürich fester dank Pharmatiteln

dpa-afx ZÜRICH. Die Schweizer Aktien sind gemessen am SMI am Mittwoch dank Roche und Novartis fester aus dem Handel gegangen. Dagegen haben Zykliker und Banken schwächer geschlossen. Man habe nur auf stabile, konjunkturunabhängige Titel geschaut, sagte ein Händler. Die europäischen Pharmatitel waren dabei als "Fluchtwährung" besonders gesucht.

Vor der am Mittwochabend beginnenden US-Berichtssaison gingen auch Gerüchte um, die US -Notenbank könnte einen so genannten "Emergency Rate Cut" vornehmen. Es könnte sich bei diesen Spekulationen aber auch nur um Durchhalteparolen handeln, hieß es im Handel dazu. Die erste angekündigte Leitzinssitzung der Fed findet Ende Januar statt.

Der SMI schloss um 2,54 Prozent oder 205,82 Stellen höher bei 8 316,39 Einheiten. Der 30 Titel umfassende SLI verlor dagegen 2,16 Prozent auf 1 252,94 Zähler, und der breiter gefasste SPI stieg um 2,19 Prozent auf 6 757,95 Punkte.

Roche (+2,1 Prozent auf 207,70 Franken) und Novartis (+2,3 Prozent auf 65,05 Franken) lagen bei den Blue Chips am Ende weit oben in der Tabelle. Nebst dem defensiven Charakter verhalfen Roche auch die Erwartungen auf gute Quartalszahlen der US-Tochter Genentech zum Kurssprung.

Noch vor den Pharmaschwergewichten schlossen Syngenta (+2,4 Prozent auf 315,00 Franken). Die Analysten von Kepler bescheinigen dem Agrarsektor gute Wachstumsperspektiven und sehen das Syngenta -Kursziel neu bei 333 Franken nach zuvor 300 Franken. Givaudan gewannen mit 1,6 Prozent auf 1 090 Franken im schwachen Gesamtmarkt ebenfalls respektabel dazu.

Auf der Verliererseite waren Swatch Inhaber (-5,1 Prozent auf 294,00 Franken) am Tabellenende zu finden. Marktteilnehmer begründeten dies mit Rezessionsängsten in den USA und dem Umstand, dass der Wert unter die psychologisch wichtige Marke von 300 Franken gefallen ist.

Sehr schwach tendierten im SLI auch Geberit (-5,1 Prozent auf 131,00 Franken), Logitech (-5,1 Prozent auf 34,70 Franken), Kühne + Nagel (-4,7 Prozent auf 101,00 Franken) oder Julius Bär (-3,5 Prozent auf 82,60 Franken).

Bei den Großbankentiteln UBS (-0,2 Prozent auf 49,00 Franken) und CS (-1,0 Prozent auf 62,70 Franken) hielten sich die Verluste im Rahmen. Dabei relativierten sich die am Dienstag in einem Interview gemachten Aussagen von UBS -Chef Marcel Rohner. Das Interview war bereits vor Weihnachten geführt worden und bezog sich gemäß der UBS -Pressestelle auf den Informationsstand vom 10. Dezember 2007. Im Interview erklärte Rohner, dass die Risikoposition der Großbank substanziell kleiner geworden sei.

Im breiten Markt litten Swisslog (-8,2 Prozent) unter Aussagen des Konzernchefs. Swisslog-Chef Remo Brunschwiler hatte in der Finanzpresse angekündigt, dass er 2008 weitere Kosten aus einem Patentstreit in den USA erwarte, und sich zudem zur Margenentwicklung zurückhaltend geäußert. Schmolz+Bickenbach (-7,6 Prozent) und Temenos (-7,5 Prozent) gaben ebenfalls mehr als sieben Prozent ab.

Auf der Gegenseite legten Titel wie Accu Holding (+11,7 Prozent), Cosmo (+7,6 Prozent) und Elma Electronic (+4,9 Prozent) deutlich zu.

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