Internationaler Aktienhandel
Börse Zürich: Finanzwerte setzen Erholung fort

Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag die Sitzung deutlich im Plus geschlossen. Bereits kurz nach Eröffnung waren die Kurse angestiegen und erreichten bis am Mittag das Tageshoch von 7 622,52 Punkten.

ZÜRich (AWP) - Der Schweizer Aktienmarkt hat am Dienstag die Sitzung deutlich im Plus geschlossen. Bereits kurz nach Eröffnung waren die Kurse angestiegen und erreichten bis am Mittag das Tageshoch von 7 622,52 Punkten. Vor der Eröffnung der US-Börsen kamen die Indizes dann etwas zurück, konnten aber bis zum Schluss erneut zulegen.

Die heute vor US-Börseneröffnung publizierten makroökonomischen Daten fielen zwar insgesamt schlechter als erwartet aus, konnten aber das Sentiment an den Märkten nicht merklich trüben. Die US-Erzeugerpreise Januar fielen gegenüber dem Vormonat um 1,0 Prozent höher aus. Volkswirte hatten mit einem erheblich moderateren Anstieg von 0,3 Prozent gerechnet. Auch die Stimmung unter den US-Verbrauchern hat sich im Februar stärker abgekühlt als erwartet.

Gestützt wurde der Markt von konjunktursensitiven Papieren wie ABB , Clariant und Holcim . Aber auch die Finanzwerten konnten am heutigen Handelstag die Erholungsrally fortsetzen.

Der Swiss Market Index (SMI ) schloss um 127,38 Einheiten oder 1,67 Prozent höher auf 7 743,17 Punkten. Der 30 Unternehmen umfassende Swiss Leader Index (SLI) stieg um 1,73 Prozent auf 1 191,09 Zähler und der breit gefasste Swiss Performance Index (SPI ) gewann 1,61 Prozent auf 6 337,86 Punkte.

Mit den deutlichsten Aufschlägen gingen Clariant (+4,5 Prozent auf 9,59 Franken) aus dem Handel. Weitere stark konjunkturabhängige Papiere wie Holcim (+3,2 Prozent auf 111,20 Franken), ABB (+2,9 Prozent auf 26,94 Franken) oder Adecco (+2,0 Prozent auf 57,20 Franken) gehörten ebenfalls zu den Spitzenreitern.

Die Finanzwerte legten ebenfalls klar zu. Allen voran der Rückversicherer Swiss Re (+3,7 Prozent auf 82,95 Franken), aber auch Baloise (+2,4 Prozent auf 97,60 Franken) und Swiss Life (+2,6 Prozent auf 269,00 Franken) schlossen fester als der Gesamtmarkt (SMI ). Swiss Re wird am Freitag das Geschäftsergebnis 2007 vorlegen, wobei Analysten für die Schadenrückversicherung ein "hervorragendes" und für die Lebens- und Kranken-Rückversicherung ein "solides" Ergebnis erwarten. Der Bereich Financial Services dürfte hingegen negativ sein. ZFS notierten auf 333,25 Franken (+1,5 Prozent).

Die beiden Großbanken UBS (+1,5 Prozent auf 37,10 Franken) und Credit Suisse (+2,2 Prozent auf 54,15 Franken) profitierten von der Entspannung bei den US-Bondversicherern. Die Ratingagentur Standard & Poor„s hat ihre Einstufung für Mbia und Ambac auf "AAA" belassen. Julius Bär (+0,3 Prozent auf 79,95 Franken) schlossen nur leicht im Plus.

Die Pharmariesen Novartis (+1,7 Prozent auf 55,70 Franken) und Roche (+0,7 Prozent auf 206,40 Franken) zeigten ebenfalls Aufschläge. Nestle (+1,7 Prozent auf 498,75 Franken) zeigten sich unbeeindruckt von einer Ratingabstufung durch ING.

Mit Verlusten gingen lediglich die Papiere von Nobel Biocare (-1,4 Prozent auf 253,50 Franken) aus dem Handel. Analysten hatten erwartet, dass die schwedischen Gesundheitsbehörden bei zwei Nobel-Produkten die Marktüberwachung wegen möglichen Qualitätsproblemen einstellen würde.

Im SLI notierten daneben auch Petroplus (-0,6 Prozent) und OC Oerlikon (-0,1 Prozent) im Minus. Die größten Aufschläge im gekappten Index verzeichneten Actelion (+4,5 Prozent).

Im breiten Markt (SPI ) legten verschiedene Unternehmen ihr Jahresergebnis 2007 vor und konnten teilweise deutlich avancieren. Vor allem EFG International (+11,1 Prozent), Sika (+6,3 Prozent), aber auch Georg Fischer (+7,0 Prozent) oder Walter Meier Holding (+3,2 Prozent) waren gesucht. Verluste verzeichneten hingegen die Valoren von Addex (-3,7 Prozent).

Im Fokus der Marktteilnehmer standen zudem die Aktien der Vontobel Holding (-4,1 Prozent), die zwischenzeitlich gegen zehn Prozent einbüßten. Gemäß einer Pressemeldungen ist eine liechtensteinische Tochter der Bank ins Visier der deutschen Steuerbehörde geraten. Die Gesellschaft hielt allerdings in einer Mitteilung fest, dass weder Kundendaten entwendet noch missbräuchlich verwendet worden seien./are

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%