Internationaler Aktienhandel
Börse Zürich: Kursaufschläge

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt hat den Handel am Mittwoch mit soliden Kursaufschlägen beendet. Nach einer knapp gehaltenen Eröffnung haben die Indizes bis am Mittag unter Führung der zinssensitiven Werte ins Plus gedreht und sich im weiteren Verlauf mehr oder weniger in der Gewinnzone gehalten. Im späten Handel sorgte dann gute Performance an der Wall Street für ein weiters Anziehen der Kurse.

Marktteilnehmern zufolge verlief das Geschehen trotz des höheren Kursniveaus in ruhigen Bahnen. Die Anleger hätten sich im Vorfeld des Zinsentscheids der US-Währungshüter von heute Abend abwartend geben, hieß es im Handel. Mehrheitlich werde zwar immer noch erwartet, dass das Fed die Leitzinsen um 25 Basispunkte senken werde, doch die Zuversicht der letzten Tage sei inzwischen etwas gewichen. Vor allem auch die jüngsten, überraschend solide ausgefallenen Konjunkturdaten hätten Zweifel aufkommen lassen.

Bis Börsenschluss gewann der Swiss Market Index (SMI ) 80,36 Punkte beziehungsweise 0,90 Prozent auf 9 019,57 Zähler. Der 30 Titel umfassende Swiss Leader Index (SLI) stieg 1,08 Prozent auf 1 391,08 Punkten. Der Swiss Performance Index (SPI ) schloss 0,96 Prozent höher auf 7 372,14 Zähler.

Unter den Bluechips beendeten Nobel Biocare (+3,2% auf 337,00 Franken) das Geschäft mit den deutlichsten Kursaufschlägen. Die Aktien der Dentalimplantateherstellerin setzten damit die Vortagesavancen ungeachtet zahlreicher Kurszielsenkungen fort.

Auch die zuletzt arg gebeutelten Bankenwerte gingen mit grösseren Kursaufschlägen aus dem Handel. Die besser als erwartet ausgefallenen Zahlen der Deutschen Bank hätten für Erleichterung gesorgt, hieß es im Handel. Julius Bär (+2,1% auf 100,20 Franken) profitierten u.a. von einer Trading-Empfehlung der ZKB, in CS (+1,4% auf 77,90 Franken) positionierten sich die Anleger im Vorfeld des morgigen Drittquartalsausweises. UBS (+1,0% auf 61,95 Franken) avancierten etwas moderater. Nach Vorlage der Drittquartalszahlen hatten verschiedene Banken ihre Kursziele für die UBS -Aktien nach unten revidiert.

Die Versicherungsvaloren beendeten den Handel ebenfalls mit soliden Kursaufschlägen, die größten Avancen gab es für Siwss Re (+1,7% auf 108,70 Franken). Die jüngste Akquisition der ZFS (Aktie: +1,1% auf 348,75 Franken) wurde im Markt als positiv aber wenig kursrelevant gewertet.

Weit oben im SMI -Kurstableau fanden sich auch Clariant (+2,6% auf 14,80 Franken) nach Anschlusskäufen, Richemont (+1,9% auf 82,65 Franken) oder Synthes (+1,5% auf 144,60 Franken).

Bei Börsenschluss gingen einzig ABB (-0,2% auf 34,84 Franken) mit Verlusten aus dem Handel, während Syngenta (+0,1% auf 278,25 Franken) knapp gehalten notierten.

In den SLI-Valoren notierten Actelion (+5,8% auf 57,55 Franken), beflügelt von Übernahmespekulationen, an der Tabellenspitze. Die Nachfrage nach dem Titel schwächte sich auch nach dem Dementi eines Actelion-Pressesprechers nicht ab.

Ciba (+4,1% auf 57,55 Franken) profitierten Händlern zufolge von einer Ratingerhöhung durch Citigroup. Geberit (+0,8% auf 156,10 Franken) vermochten nach den Kursverlusten von letzter Woche zuzulegen - trotz sich haltender Gerüchte um einen schwachen Drittquartalsausweis.

Am anderen Tabellenende gingen Petroplus (-2,5% auf 100,60 Franken), Givaudan (-1,1% auf 1 138 Franken) und Logitech (-0,6% auf 40,26 Franken) um. Die Titel der Raffineriebetreiberin waren am frühen Nachmittag deutlich eingebrochen, nachdem die britische BBC einen Brand in der zum Konzern gehörenden Raffinerie im englischen Coryton meldete.

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