Internationaler Aktienhandel
Börse Zürich: Kursfeuerwerk dank Novartis und Roche

Der Schweizer Aktienmarkt ist am Freitag mit einem Kursfeuerwerk aus der Sitzung gegangen. Dabei wurde der Einbruch vom Mittwoch und Donnerstag auf die Erholung vom Wochenbeginn beinahe wieder gutgemacht. Bereits zu Handelsbeginn verzeichnete der SMI ein starkes Plus.

Bern (AWP) - Der Schweizer Aktienmarkt ist am Freitag mit einem Kursfeuerwerk aus der Sitzung gegangen. Dabei wurde der Einbruch vom Mittwoch und Donnerstag auf die Erholung vom Wochenbeginn beinahe wieder gutgemacht. Bereits zu Handelsbeginn verzeichnete der SMI ein starkes Plus. Nach einem vorübergehenden Abflachen zogen die Kurse gegen Handelsende nochmals an, gestützt von den ins Plus drehenden US-Aktien. Getragen wurde der Leitindex vor allem von der Performance der Schwergewichte Novartis und Roche verbunden mit der Suche der Investoren nach sicheren Anlagen.

Keinen Abbruch taten der Stimmung am hiesigen Markt verschiedene eher enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA. Die Nachfrage nach defensiven Werten habe den SMI dank deren großer Gewichtung auch besser abschneiden lassen als andere europäische Märkte, hieß es in Marktkreisen.

Der SMI kletterte schließlich um 381,09 Punkte oder 6,66 Prozent auf 6 099,62 Punkte. Im Wochenvergleich ergab sich ein Plus von 14,1 Prozent. Der 30-Titel umfassende SLI legte wegen der beschränkten Gewichtung der Schwergewichte lediglich 4,37 Prozent auf 854,51 Punkte zu und der breitere SPI um 5,8 Prozent auf 5"031,6 Punkte.

Für einmal stahlen die Pharmaaktien den Banken die Schau: Novartis verteuerten sich um 12,0 Prozent auf 59,50 Franken und Roche um 10,4 Prozent auf 175,50 Franken. Damit lagen die beiden Titel an der Tabellenspitze. Novartis wird am Montag Zahlen vorlegen, Roche am Dienstag.

Im Berufshandel wurde das Kaufinteresse in diesen Papieren auf eine Stärke im gesamten europäischen Pharmasektor zurückgeführt. Einerseits sei die Branche aufgrund ihres defensiven Charakters und andererseits aufgrund der hohen Barmittelbestände bei den jeweiligen Unternehmen attraktiv. Der Kurseinbruch in der ersten Wochenhälfte werde inzwischen als günstige Kaufgelegenheit betrachtet, hieß es.

Für die Stärke des SMI waren aber auch weitere defensive Werte wie Nestle (+7,3 Prozent auf 43,92 Franken) und Swisscom (+11,3 Prozent auf 350 Franken) verantwortlich. Swisscom schoben sich noch zwischen Novartis und Roche und profitierten unter anderem von zuversichtlichen Aussagen des Finanzchefs in einem Interview mit der schweizerischen dpa-AFX Partneragentur AWP.

Nur knapp hinter dem Gesamtmarkt hielten sich Richemont (+6,3 Prozent auf 41,50 Franken), Swatch (+5,7 Prozent auf 182,90 Franken) oder ABB (+5,4 Prozent auf 16,85 Franken).

Von den Banken legten CS (+6,6 Prozent auf 48,50 Franken; Wochenplus 41 Prozent) und Julius Bär (+3,0 Prozent auf 45,66 Franken) klar zu.

Im Gegensatz dazu wurden UBS (-4,9 Prozent auf 18,16 Franken) abgestoßen. Der Titel wurde im Nachgang des Einstiegs des Bundes von zahlreichen Kurszielsenkungen und kritischen Kommentaren in der Presse belastet. Analysten bemängelten unter anderem den starken Geldabfluss bei der UBS. außerdem hat die Standard & Poor"s das Kreditrating von UBS wegen der geringeren Gewinnaussichten auf eine mögliche Herabstufung hin in den Status "Creditwatch" versetzt. Die Stützungsmaßnahmen des Bundes wurden von S & P dagegen begrüßt.

Schwächer als der SMI aber noch immer ganz passabel waren auch die Avancen von Aktien wie Synthes (+4,4 Prozent auf 143 Franken), Givaudan (+4,2 Prozent auf 775 Franken) oder Adecco (+4,2 Prozent auf 40,56 Franken). Adecco hatte am Vorabend ein Sparprogramm in Frankreich angekündigt.

Nebst UBS gehörten OC Oerlikon (-3,7 Prozent auf 109,40 Franken), Syngenta (-3,0 Prozent auf 162,90 Franken) oder Kühne + Nagel (-2,1 Prozent auf 62 Franken) zu den wenigen Verlierern. Auch Kühne + Nagel wird am Montag Zahlen vorlegen./

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