Internationaler Aktienhandel
Börse Zürich: Rohöllagerbestände setzen Markt unter Druck

dpa-afx ZÜRICH. Der Schweizer Aktienmarkt hat am Mittwoch klar schwächer geschlossen. Kurzzeitige Unterstützung erhielt der Markt am Nachmittag von US-Makrodaten zur Industrieproduktion; diese war im April überraschend stark gestiegen. Doch der Aufwind währte nicht lange: Mit der Publikation der US-Rohöllagerbeständen gerieten die Kurse wieder unter Druck.

Gebremst wurde der Gesamtmarkt vor allem von Nestle und Roche , die überdurchschnittlich schwach notierten. Stärkste Titel waren ZVS nach Quartalszahlen und Julius Bär nach Übernahmespekulationen.

Der SMI schloss 33,5 Punkte oder 0,36 Prozent tiefer auf 9 357,53 Stellen. Der breite Markt (SPI ) verlor 16,45 Zähler oder 0,22 Prozent auf 7 603,91 Stellen.

Julius Bär (+4,3 Prozent auf 88,94 Schweizer Franken) blieben bis zuletzt Spitzenreiter im SMI -Tableau. Die Aktie war kurz nach zehn Uhr sprunghaft auf ein Plus von über sieben Prozent geklettert. Grund waren Spekulationen, wonach die Deutsche Bank Interesse an der Schweizer Bank habe. Am Markt wird die Wahrscheinlichkeit, dass die Bank unter Joe Ackermann zuschlagen könnte, unterschiedlich eingeschätzt.

Als mögliche Verkäuferin könnte in absehbarer Zeit die UBS (Aktie +0,2 Prozent auf 77,05 Franken) auftreten: Diese hält gut 20 Prozent an Julius Bär und will sich von diesem Aktienpaket trennen, wie bekannt ist. Die Grossbank kann die Titel aber erst nach Ablauf der Haltefrist Ende Mai abstoßen.

Hinter Julius Bär verteuerten sich ZFS nach der Vorlage des Quartalsabschlusses um 2,0 Prozent auf 384,75 Franken. Mit dem vorgelegten Zahlenkranz wusste der Versicherer zu überzeugen. Reingewinn, Business Operating Profit (BOP) und Combined Ratio lagen klar über den Analystenschätzungen.

Swisscom rückten 0,8 Prozent auf 425,50 Franken vor. Der Telekommunikationskonzern hatte am Vortag die erfolgreiche Übernahme des zweitgrößten italienischen Festnetzbetreibers Fastweb vermeldet. Marktbeobachter begrüssten vor allem, dass dem 'Blauen Riesen' nach mehreren gescheiterten Versuchen nun der Schritt ins Ausland geglückt sei.

Am unteren Tabellenrand fielen Swatch auf: Die Inhaberaktien verloren 1,5 Prozent oder 5,25 Franken auf 352,50 Franken, wurden aber ex-Dividende von 3,50 Franken gehandelt. Und Swatch Namen büßten derweil 1,5 Prozent oder 1,10 Franken ein auf 71,70 Franken (ex-Dividende 0,70 Franken).

Zu den größten Verlierern zählten zudem die Schwergewichte Roche (-0,8 Prozent auf 227 Franken) und Nestle (-1,4 Prozent auf 469 Franken). Letztere hatten bereits am Vortag knapp ein Prozent eingebüßt, nachdem die Deutsche Bank ihr Rating auf 'Hold' (zuvor 'Buy') gesenkt hatte.

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