Internationaler Aktienhandel
Börse Zürich: SMI tief im Minus

Die Aufholjagd der vergangenen beiden Tage ist am Schweizer Aktienmarkt am Mittwoch abrupt zu Ende gegangen. Was zunächst mit leichten Gewinnmitnahmen begann, endete im SMI – von Konjunktursorgen getrieben – mit Verlusten von gut 5,5 Prozent.

dpa-afx ZÜRICH. Die Aufholjagd der vergangenen beiden Tage ist am Schweizer Aktienmarkt am Mittwoch abrupt zu Ende gegangen. Was zunächst mit leichten Gewinnmitnahmen begann, endete im SMI - von Konjunktursorgen getrieben - mit Verlusten von gut 5,5 Prozent. Dabei durchbrach der Leitindex erneut die 6 000-Punktemarke.

Am Nachmittag drückten vor allem schwache Konjunkturdaten und die Verluste an der Wall Street auf die Kurse. Die Geschäftsaussichten im Verarbeitenden Gewerbe im US-Bundesstaat New York waren im Oktober überraschend stark gesunken. Auch der Rückgang der Einzelhandelsumsätze im September fiel deutlicher aus als befürchtet. Besser als erwartet ausgefallene Unternehmenszahlen konnten dem nichts entgegensetzen.

Bis Börsenschluss sank der SMI um 5,58 Prozent respektive 349,05 Zähler auf 5"911,17 Punkte. Das Tagestief wurde bei 5 893,75 Stellen gesetzt. Der 30-Titel umfassende SLI verlor gar 6,25 Prozent auf 856,33 Einheiten und der breitere SPI gab um 5,40 Prozent auf 4 916,55 Punkte nach.

Starke Einbussen mussten - nicht überraschend - die Finanztitel über sich ergehen lassen. Am Ende verloren CS (-9,1 Prozent auf 45,90 Franken), ZFS (-8,6 Prozent auf 228,90 Franken), Baloise (-8,9 Prozent auf 58,05 Franken) und vor allem Swiss Re (-12,6 Prozent auf 43,98 Franken) stark an Wert. UBS gaben um 6,2 Prozent auf 20,08 Franken nach. Dass die US-Großbanken Jpmorgan und Wells Fargo das dritte Quartal trotz der Finanzkrise in der Gewinnzone abgeschlossen haben, ließ die Banken unbeeindruckt.

Nebst den Financials büßten auch konjunktursensitive Titel überdurchschnittlich an Wert ein. So gaben ABB 11,3 Prozent auf 17,03 Franken, Geberit 11,0 Prozent auf 122,80 Franken, Swatch 9,8 Prozent auf 177,70 Franken oder Holcim 9,4 Prozent auf 69,90 Franken ab. Die größten Verluste im SMI /SLI verzeichneten aber bei stark sinkenden Ölnotierungen die Aktien der Raffineriebetreiberin Petroplus (-15,0 Prozent auf 30,68 Franken).

In der Pluszone waren zum Schluss nur noch Swisscom (+0,9 Prozent auf 330,50 Franken) zu finden. Die Pharmaschwergewichte Novartis (-1,5 Prozent auf 54,85 Franken) und Roche (-1,5 Prozent auf 160,30 Franken) verabschiedeten sich am Nachmittag aus diesem Bereich. Zuvor hatten vor allem Roche von guten Verkaufsdaten ihrer US-Tochter Genentech profitiert und fester tendiert.

Nestle liessen um 6,6 Prozent auf 41,88 Franken nach. Am Markt gingen Befürchtungen um, dass die Getränke- und Nahrungsmittelbranche stark unter der konjunkturellen Abkühlung leiden könnte.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%