Internationaler Aktienhandel
Börse Zürich: Zum Schluss sehr schwach

dpa-afx ZÜRICH. Die Schweizer Aktien haben am Freitag die Talfahrt im neuen Jahr fortgesetzt. Für den Kurseinbruch sorgten am Nachmittag deutlich schlechter als erwartet ausgefallene Arbeitsmarktdaten aus den USA , die die bereits bestehenden Rezessionsängste noch verstärkten. Der klare Abwärtstrend verschärfte sich bis zum Handelsende sogar noch, denn auch die US-Börsen tendierten klar tiefer.

Händler sprachen von überraschend schwachen Arbeitsmarktdaten aus den USA. "Sowohl die Zahl der neu geschaffenen Stellen als auch die plötzlich nach oben schnellende Arbeitslosenquote markieren das Ende eines intakten Arbeitsmarktes", sagte ein Analyst.

Der SMI sank um 2,27 Prozent auf 8 129,98 Punkte und somit nahe an den 52-Wochentiefststand von Mitte November bei 8 080,91 Punkten. Aus den zwei ersten Handelstagen des neuen Jahres resultiert ein Minus von 4,2%. Der 30 Titel umfassende SLI gab um 2,46 Prozent auf 1 238,04 Punkte nach. Der breite Swiss Performance Index (SPI ) gab um 2,14% auf 6 647,47 Punkte nach.

Unter Druck standen konjunktursensitive Titel von Unternehmen, die besonders unter einer US- oder gar weltweiten Rezession leiden würden. So gaben die Luxusgüterwerte Swatch 7,3% auf 303,00 Franken und Richemont 5,0% auf 71,05 Franken nach. Aber auch Nobel Biocare (-5,5% auf 276,00 Franken), ABB (-4,5% auf 29,74 Franken), Julius Bär (-4,5% auf 84,30 Franken) und Adecco (-4,2% auf 56,60 Franken) büßten über 4% ein.

UBS (-3,0% auf 49,50 Franken) und CS (1,9% auf 65,70 Franken) konnten sich zwar etwas vom Tabellenende lösen, schlossen aber dennoch klar tiefer. Die Kreditkrise zieht nach wie vor ihre Kreise. So dürften die Wall Street Behörden Pressemeldungen zufolge eine Untersuchung diesbezüglich einleiten und die Citigroup stufte die europäischen Investmentbanken auf „Underweight“ von „Neutral“ zurück. Die Analysten von Société Générale haben das Anlagerating für UBS und CS ebenfalls gesenkt.

Die Versicherungswerte Swiss Life (-1,3% auf 273,25 Franken), ZFS (-1,9% auf 319,00 Franken) oder Swiss Re (-2,0% auf 77,45 Franken) schlossen ebenfalls im Minus. Roche lagen lange in der Gewinnzone und gaben bis zum Schluss um 1,0% auf 190,00 Franken nach. Syngenta (-1,0% auf 299,25 Franken) profitierten nach wie vor von guten Zahlen des Konkurrenten Monsanto . Die geringsten Abgaben verzeichneten aber Novartis (-0,8% auf 60,70 Franken), während Nestle mit minus 2,3% auf 502,00 Franken im Mittelfeld des SMI zu finden waren./

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