Internationaler Aktienhandel
Börsen Osteuropa: Verluste im internationalen Umfeld

Belastet von neuen negativen Nachrichten für den US-Autobauer General Motors haben die Börsen in Osteuropa am Montag allesamt Verluste verbucht. Am härtesten traf es den Aktienmarkt in Prag.

dpa-afx/apa WARSCHAU/PRAG/BUDAPEST. Am Prager Aktienmarkt gab der Leitindex PX um 5,41 Prozent auf 745,10 Punkte deutlich nach. Belastet wurden die Börsen von neuen negativen Nachrichten für den US-Autobauer General Motors. Die US-Regierung verweigerte den ums Überleben kämpfenden amerikanischen Autobauern GM und Chrysler zunächst die geforderten neuen Milliardenhilfen und setzt ihnen ein Ultimatum zur Überarbeitung ihrer Rettungspläne. GM-Chef Rick Wagoner musste bereits den Hut nehmen. Marktteilnehmer halten eine Insolvenz beider Unternehmen nun für wahrscheinlich.

Die Aktien der Erste Group Bank brachen um 13 Prozent auf 332 Kronen ein, nachdem die Analysten von Goldman Sachs das Kursziel der österreichischen Bank um 36 Prozent auf 18 Euro gesenkt hatte. Die Titel der Komercni Banka fielen um 221 Kronen oder 9,7 Prozent auf 2055 Kronen. Unipetrol verloren 4,7 Prozent auf 116,6 Kronen, nachdem die Aktien von den Analysten der Ceska Sporitelna von "Buy" auf "Reduce" reduziert wurden.

OMV Verkauft MOL-Papiere

An der Budapester Börse gab der Leitindex BUX 2,55 Prozent auf 10 893,38 Zähler ab. Belastet wurde der ungarische Leitindex von der Bonitäts-Herabstufung Ungarns durch die amerikanische Ratingagentur Standard and Poor"s.

Unter den Einzelwerten brachen die Aktien der OTP Bank um deutliche 11,19 Prozent auf 1 850 Forint ein, Richter fielen um 2,46 Prozent auf 25 555 Forint und die Magyar Telekom sackten um 1,52 Prozent auf 520 Forint ab. Mol-Papiere verbesserten sich allerdings um 1,81 Prozent auf 10 120 Forint. Die OMV hat ihren 21,2-Prozent-Anteil am ungarischen Mineralölkonzern MOL an den russischen Konzern Surgutneftegas verkauft. Wie der österreichische Energiekonzern mitteilte, betrug der erzielte Verkaufspreis 1,4 Mrd. Euro. Nach Settlement der Transaktion werde die OMV keine Aktien mehr am ungarischen Mineralölkonzern halten.

General Motors und Banken Belasten

Auch die Warschauer Börse schloss im international schwachen Umfeld mit Verlusten. Der WIG-20 sank um 3,64 Prozent auf 1 517,45 Zähler. Der breiter gefasste WIG-Index gab 3,36 Prozent auf 23 980,08 Zähler nach. Im Fokus der Investoren standen heute Bankentitel sowie neue negative Nachrichten um General Motors.

Finanztitel wurden von negativen Nachrichten aus Spanien belastet: Die Bank von Spanien als oberste Aufsichtsbehörde in Spanien muss die angeschlagene Sparkasse Caja Castilla-La Mancha (CCM) unter ihre Kontrolle stellen. Deshalb wuchs an den Börsen die Unsicherheit wieder, Finanztitel wurden nach unten gezogen. Die Regional-Sparkasse ist die erste Bank in Spanien, die seit Ausbruch vom Staat gerettet werden musste. Anleger flüchteten aus Aktien der Großbanken wie Bbva und Santander. In Polen musste die BRE Bank deutlich um 9,49 Prozent oder 11,5 Zloty auf 109,7 Zloty nachgeben.

Die US-Regierung erhöht massiv den Druck auf die um ihre Existenz kämpfenden Autobauer General Motors und Chrysler. Die von Präsident Barack Obama eingesetzte Auto-Taskforce lehnte am Montag die Sanierungspläne der Opel-Mutter GM und der früheren Daimler-Tochter Chrysler als unzureichend ab und setzte den beiden Unternehmen Fristen für eine Nachbesserung. Zudem trat auf Drängen der Regierung GM-Chef Rick Wagoner mit sofortiger Wirkung zurück.

Tagessieger waren heute die Papiere von Bioton mit einem Aufschlag von 4,76 Prozent auf 0,22 Zloty. Telekomuniacja Polska stiegen um 1,25 Prozent auf 19,4 Zloty an. Cersanit fielen um 8,52 Prozent auf 10,20 Zloty./cz

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