Internationaler Aktienhandel
Deutliche Abgaben am Schweizer Aktienmarkt

dpa-afx ZÜRICH. Die Schweizer Aktienbörse hat zum Wochenanfang deutlich schwächer geschlossen. Enttäuschende Quartalszahlen und erneut aufkeimende Sorgen über die Kredit- und Immobilienkrise haben die Wall Street belastet und gegen Handelsschluss auch an den Schweizer Börsen für Abgaben gesorgt. Der Swiss Market Index (SMI) verlor um 1,03 Prozent auf 8 845,39 Zähler. Der Swiss Leader Index (SLI) gab 1,26 Prozent auf 1 360,10 Punkte nach. Der breite Markt schloss 1,05 Prozent tiefer bei 7 304,42 Punkten.

Unter den Blue Chips schlossen Synthes mit Gewinnen von 0,8 Prozent auf 114,60 Franken in der Pluszone. Eine Stütze boten daneben vor allem Nestle , die nach zuvor tieferen Notierungen unverändert auf 513,50 Franken schlossen.

Die prozentual größten Abgaben erlitten Clariant , die um 2,6 Prozent auf 14,33 Franken nachgaben. Aus demselben Sektor verloren Holcim 1,8 Prozent auf 124,10 Franken. ABB schlossen um ebenfalls 1,8 Prozent tiefer auf 31,58 Franken.

Weiterhin unter Druck waren erwartungsgemäss die Finanzwerte. Im Versicherungsbereich verloren Swiss Life 2,3 Prozent auf 313,00 Franken. ZFS (-1,4% auf 349,00 Franken) und Swiss Re (-1,1% auf 103,70 Franken) gaben ebenfalls deutlicher als der Index nach. Baloise hielten sich etwas besser (-1,0% auf 118,60 Franken).

Unter den Bankwerten fielen Julius Bär um 1,8 Prozent auf 92,10 Franken. UBS und Credit Suisse gaben um 1,7 Prozent auf 63,65 Franken beziehungsweise um 1,1 Prozent auf 77,05 Franken nach.

Auch die Luxusgüter-Hersteller blieben nicht verschont: Richemont verloren um 1,9 Prozent auf 79,20 Franken und Swatch Inhaber um 1,7 Prozent auf 369,25 Franken.

Nobel Biocare gingen mit einem Minus von 1,6 Prozent auf 311,50 Franken aus dem Handel. In diesen Titeln hielten sich unverändert Spekulationen über eine weitere Gewinnwarnung, hieß es im Handel. Novartis verloren 0,7 Prozent auf 61,20 Franken. Roche (-0,8% auf 202,50 Franken) profitierte von einer Neuzulassung. Die japanischen Gesundheitsbehörden haben das Medikament Tarceva gegen fortgeschrittenen nichtkleinzelligen Lungenkrebs (Nsclc) zugelassen.

Im SLI gewannen OC Oerlikon vor der Veröffentlichung der Quartalszahlen 0,2 Prozent auf 520,00 Franken. Petroplus schlossen leicht im Minus (-0,4% auf 103,60 Franken), waren damit aber besser als der Durchschnitt.

Nach der Veröffentlichung guter Unternehmenszahlen verloren Kühne+Nagel 1,0 Prozent auf 123,80 Franken. Diese Einbußen werden unter anderem auf die laufenden Untersuchungen der Wettbewerbsbehörden wegen Preisabsprachen zurückgeführt.

Im breiten Markt fielen Zehnder um 6,0 Prozent auf 2 460 Franken. Pelikan verloren 5,6 Prozent auf 195,90 Franken. Gegen den Trend zulegen konnten Carlo Gavazzi (+3,4% auf 285,25 Franken), Goldbach Media (+2,7% auf 55 Franken) und Interroll (+2,0% auf 587,50 Franken).

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