Internationaler Aktienhandel
Europa-Börsen: Banken im Plus

Die wichtigsten Börsen in Europa haben sich am Mittwoch nach positiven Vorgaben von der Wall Street und der Börse in Tokio fest gezeigt. In den ersten eineinhalb Handelsstunden gewann der Eurostoxx 50 1,04 Prozent auf 2033,25 Punkte. In London stieg der FTSE 100 um 0,08 Prozent auf 3 860,07 Zähler. Der CAC-40-Index legte in Paris um 1,05 Prozent auf 2 796,30 Punkte zu.

dpa-afx PARIS/LONDON. "Die Kapitalmärkte versuchen nun, die Unsicherheiten der letzten Monate abzuschütteln", sagte Marktstratege Heino Ruland von Ruland Research. "Die Kursgewinne an der Wall Street und in Japan haben natürlich auch einen positiven Effekt auf Europas Börsen", ergänzte er. In den USA hatten die US-Aktienindizes am Dienstag nach einem durchwachsenen Start ins Plus gedreht und mit deutlichen Gewinnen geschlossen. Mit Spannung dürften die Anleger dann auf die Zinssitzung der US-Notenbank Fed am Abend warten. Sie wird laut Volkswirten allerdings auf düstere Konjunkturaussichten hinweisen.

Bankaktien hatten an der Börse in Tokio den Nikkei gestützt und waren auch in Europa stark gefragt. Unicredit schossen nach Zahlen mit einem Plus von 8,21 Prozent auf 1,05 Euro an die Spitze im Eurostoxx 50. Im abgelaufenen Jahr schnitt die italienische Bank trotz eines massiven Gewinnrückgangs etwas besser ab als am Markt erwartet. Der Gewinn ging um rund ein Drittel auf 4,01 Mrd. Euro zurück. Analysten hatten im Schnitt mit 3,78 Mrd. Euro gerechnet. Die Bank will allerdings wegen der anhaltenden Finanzkrise staatliche Unterstützung in Anspruch nehmen. Zu den weiteren Gewinnern im europäischen Leitindex zählten Intesa Sanpaolo , ING Groep und die Societe Generale .

In London schoben sich Old Mutual ans obere Ende des "Footsie". Der Versicherer hatte die Schließung seines verlustreichen US-Lebensversicherungsgeschäfts auf den Bermuda-Inseln angekündigt. Schwächster Wert im FTSE 100 waren Rio Tinto . Der wachsende politische Widerstand in Bezug auf die Beteiligung der chinesischen Chinalco belaste, sagten Händler.

In Zürich rutschten Aktien der Pharmakonzerne Actelion und Roche Holding ans Ende des Swiss-Market-Index (SMI) . Die Aktien der zu Roche gehörenden Chugai sind in Japan am Mittwoch vorübergehend eingebrochen, nachdem das japanische Pharmaunternehmen den Tod von 15 mit dem Arthritis-Medikament Actemra behandelten Patienten mitgeteilt hatte. Positive Ergebnisse lieferte Roche aber im Zusammenhang mit einer Phase-III-Studie zu Herceptin (Trastuzumab) zur Behandlung von Patienten mit Her2-positivem Magenkrebs.

Baloise-Holding legten hingegen als bester Wert im Schweizer Index mit plus 6,46 Prozent auf 68,40 Franken kräftig zu. Der Schweizer Versicherer hat seinen Nettogewinn wegen der Turbulenzen an den Finanzmärkten zwar mehr als halbiert und die Prognosen verfehlt, hielt aber an seiner mittelfristigen Kapitalrendite von 15 Prozent fest.

Aktien von Telefonica notierten ebenfalls im Plus.Börsianer verwiesen auf einen Bericht im "Platow-Brief", wonach nun auch der spanische Teleomkonzern ein Auge auf freenet < FNT.ETR geworfen habe.

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