Internationaler Aktienhandel
Europa-Börsen: Eurostoxx auf Jahreshoch

Nach überraschend guten Konjunkturdaten aus den USA hat der Eurostoxx 50 am Montag auf einem neuen Jahreshoch geschlossen. In den Vereinigten Staaten hatte sich die Stimmung der Einkaufsmanager im Verarbeitenden Gewerbe im Juli deutlich stärker als erwartet aufgehellt. Auch andere wichtige Indizes stiegen.

dpa-afx PARIS/LONDON. "Zumindest für dass erste dürften wir das Schlimmste hinter uns haben", kommentierte Jim Wood-Smith, Chef der Research-Abteilung bei der britischen Anlagegesellschaft Williams de Broe. Der Eurostoxx 50 ging mit einem Plus von 1,36 Prozent auf 2 674,07 Zähler aus dem Handel - so hoch hatte er in diesem Jahr noch nie geschlossen. Im Handelsverlauf war der europäische Leitindex sogar zwischenzeitlich bis auf einen Wert von 2 694,18 Punkte geklettert. Für den CAC-40-Index ging es um 1,50 Prozent auf 3 477,80 Zähler hoch. Der Ftse 100 kletterte um 1,61 Prozent auf 4 682,46 Punkte.

In London rückten vor allem die Aktien der Großbanken Barclays und HSBC nach Halbjahreszahlen in den Blick. Barclays hatte zwar weniger als am Markt erwartet worden war verdient, doch äußerten sich Analysten sehr positiv über die Kapitalausstattung der Bank. Die Aktien gewannen 6,96 Prozent auf 323,35 Britische Pence und legten damit seit ihrem Tief im Januar bei 47,30 Pence um fast 600 Prozent zu.

Die Titel der HSBC drehten nach Zahlenvorlage ins Plus und gewannen 4,98 Prozent auf 635,90 Pence. Seit ihrem Tief im März bei 310,30 Pence sind sie damit nun um mehr als 100 Prozent gestiegen. Die britische Großbank hatte zwar wegen hoher Abschreibungen auf ihr Kreditportfolio im ersten Halbjahr deutlich weniger verdient als im Vorjahr, aber dennoch die Schätzungen von Analysten übertroffen.

Auch außerhalb von Großbritannien waren Finanztitel gefragt. So gewannen die Papiere von Credit Agricole 5,84 Prozent auf 10,60 Euro, und Anteilsscheine des Versicherers Aegon kletterten um 5,31 Prozent auf 5,432 Euro.

In Zürich rückten die UBS-Titel um 2,50 Prozent auf exakt 16,00 Schweizer Franken vor. Sie profitierten erneut von der sich abzeichnenden Einigung im Steuerstreit mit den USA. Die "NZZ am Sonntag" und die "Sonntagszeitung" hatten unter Berufung auf Kreise am Wochenende berichtet, dass die UBS im Zuge des mit der US-Steuerbehörde IRS erzielten Vergleichs offenbar keine Strafzahlung leisten muss. Die ING reagierte nach der prinzipiellen Einigung der UBS im Steuerstreit positiv und hob die Aktie auf "Buy" und das Kursziel von 16,70 auf 17,50 Franken.

Favorit im Leitindex der Eurozone waren derweil die Aktien des Autoherstellers Renault mit plus 13,99 Prozent auf 34,105 Euro. Der deutsche Branchenkollege Daimler hat einem "Spiegel"-Bericht zufolge nach langer Suche Renault als Partner für einen gemeinsamen viersitzigen Kleinwagen gefunden. Zudem hatte die HSBC die Titel auf "Overweight" hochgestuft und das Kursziel von zwölf auf 40 Euro in die Höhe geschraubt. Merrill Lynch nahm sie zudem in die "Europe 1 List" auf.

Sehr fest zeigten sich nach positiven Konjunkturdaten aus China und einem daraufhin gestiegenen Ölpreis auch Minenwerte und Versorger. So rückten im "Footsie" die Titel der im Öl-, Gas- und Energiesektor tätigen Petrofac als Favorit um 11,46 Prozent auf 836,50 Pence vor. Die Aktien der Bergbauunternehmen legten ebenfalls kräftig zu. So kletterten die Papiere von Kazakhmys um knapp neun Prozent. BHP Billiton , Antofagasta , Vedanta oder Xstrata stiegen zwischen knapp vier und sieben Prozent.

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