Internationaler Aktienhandel
Europa-Börsen: Finanzwerte an der Spitze

Die wichtigsten Börsen Europas haben sich am Donnerstag nach positiven Vorgaben aus den USA und den angekündigten Maßnahmen der US-Notenbank Fed zur Stimulierung des Kreditmarktes überwiegend fest entwickelt. "Die Rally an den US-Börsen übertrage sich nun auch auf die Märkte in Europa", sagte Händler Matt Buckland von CMC Markets.

Paris/London (dpa-AFX) - Die wichtigsten Börsen Europas haben sich am Donnerstag nach positiven Vorgaben aus den USA und den angekündigten Maßnahmen der US-Notenbank Fed zur Stimulierung des Kreditmarktes überwiegend fest entwickelt. In den ersten eineinhalb Handelsstunden gewann der Eurostoxx 50 1,29 Prozent auf 2045,20 Punkte. In London stieg der Ftse 100 um 0,49 Prozent auf 3 823,45 Zähler. Der CAC-40-Index legte in Paris um 0,76 Prozent auf 2 781,44 Punkte zu. Im Tagesverlauf warten Anleger noch auf die neuesten Daten zur Industrieproduktion in Europa, bevor am Nachmittag Konjunkturdaten aus den USA für Bewegung sorgen könnten.

"Die Rally an den US-Börsen übertrage sich nun auch auf die Märkte in Europa", sagte Händler Matt Buckland von CMC Markets. Die US-Notenbank hatte am Vorabend den Kauf langfristiger Staatsanleihen sowie hypothekenbesicherter Wertpapiere angekündigt.

Banken- und Versicherungsaktien verbuchten die größten Gewinne im europäischen Leitindex. Bernard Mcalinden, Stratege bei NCB Stockbrokers in Dublin, verwies auf die Entscheidung der Fed, länger laufende US-Staatsanleihen zu kaufen. Das sei positiv für Finanzwerte, so der Experte. Aegon waren bester Wert mit plus 13,84 Prozent auf 2,87 Euro, gefolgt von ING Groep und Deutsche Bank .

In London gewannen Prudential 8,34 Prozent auf 272,75 Pence hinzu. Der Versicherer hat 2008 operativ deutlich mehr verdient und will die Dividende um fünf Prozent erhöhen. "Im vergangenen Jahr haben wir uns in allen Bereichen gut geschlagen", sagte Prudential-Chef Mark Tucker. 2009 werde ein Jahr voller Herausforderungen. Tucker sieht den Konzern jedoch gut gerüstet, auch in der Krise stärker als die Konkurrenz abzuschneiden. Der operative Gewinn vor Sonderkosten kletterte im vergangenen Jahr um 17 Prozent auf knapp drei Mrd. Pfund. Experten hatten mit einem deutlich geringeren Anstieg gerechnet.

Bester Wert im "Footsie" waren aber Firstgroup mit einem Plus von 14,22 Prozent auf 239,00 Pence. Die Gesamtjahreszahlen des Bus- und Bahnbetreibers sind erwartungsgemäß ausgefallen. Besonders das zweite Halbjahr sei stark gewesen, hieß es vom Unternehmen.

Auch Thomas Cook ("Neckermann Reisen") verteuerten sich um 8,55 Prozent auf 247,50 Pence. Der Reiseveranstalter ("Neckermann Reisen") erwartet trotz der Buchungszurückhaltung der Urlauber keine Schleuderpreise für die Sommersaison. "Selbst wenn wir Sonderangebote machen müssen, werden diese von den Hoteliers unterstützt", sagte Vorstandschef Manny Fontenla-Novoa in London. Die Gewinnmarge sei nicht in Gefahr. Außerdem erwartet Fontenla-Novoa, dass sich die Europäer in den nächsten Wochen verstärkt für eine Reise entscheiden.

In Zürich gaben die Titel des Schweizer Reiseveranstalters Kuoni 6,57 Prozent auf 256,00 Franken ab. Kuoni hatte zwar ein über den Erwartungen ausgefallenes Ergebnis für das vergangene Geschäftsjahr vorgelegt, belastend wirken aber die Dividendenkürzung sowie die stark rückläufigen Buchungszahlen im laufenden Jahr.

In Paris stiegen Hermes International um 4,76 Prozent auf 75,315 Euro. Das Luxusgüter-Unternehmen hat die Prognosen für 2008 übertroffen und von einem stabilen Handel zu Beginn des Jahres berichtet.

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