Internationaler Aktienhandel
Europa-Börsen gehen uneinheitlich aus dem Handel

Die wichtigsten europäischen Aktienindizes haben am Mittwoch uneinheitlich geschlossen. Der Eurostoxx 50 stieg am Ende um 1,12 Prozent auf 2 487,17 Punkte. In Paris legte der CAC-40-Index um 0,87 Prozent auf 3 303,37 Zähler zu.

dpa-afx PARIS/LONDON. Die wichtigsten europäischen Aktienindizes haben am Mittwoch uneinheitlich geschlossen. Der Eurostoxx 50 stieg am Ende um 1,12 Prozent auf 2 487,17 Punkte. In Paris legte der CAC-40-Index um 0,87 Prozent auf 3 303,37 Zähler zu. Trotz fester Minenwerte gelang dem britischen Leitindex der Sprung in die Gewinnzone letztlich nicht. Der Londoner Ftse 100 gab 0,31 Prozent auf 4 468,41 Punkte nach.

"Die zyklischen Werte haben die Märkte heute angeführt, die Rohstoffpreise sind ziemlich fest", sagte Marktstratege Philip Lawlor von Nomura. "Es gab keine besonderen kurstreibenden Nachrichten und die Investoren haben ein wenig nach den Geschichten gesucht". Dabei seien sie auf den zwischenzeitlich gestiegenen Ölpreis gestoßen. Nach den jüngsten Daten zu den Öllagerbeständen stieg der Preis für ein Barrel (159 Liter) der US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) zunächst auf ein neues Jahreshoch von 62,14 Dollar - um danach wieder auf sein Ausgangsniveau von rund 61,50 Dollar zurück zufallen.

BG Group legten um 1,10 Prozent auf 1 102,00 Britische Pence zu, BP stiegen um 0,74 Prozent auf 512,75 Pence. Royal Dutch Shell stiegen um 1,47 Prozent auf 1 659 Pence. Total legten in Paris 0,81 Prozent auf 41,20 Pence zu.

Auch die Minenwerte schlossen sehr fest. Kazakhmys gewannen 4,71 Prozent auf 711 Pence, Rio Tinto legten um 4,34 Prozent auf 2 864 Pence zu. Xstrata verteuerten sich um 3,55 Prozent auf 671 Pence.

Die Aktien der Fluggesellschaft Air France-KLM standen nach Geschäftszahlen im Mittelpunkt des Interesses. Die Papiere reagierten mit einem starken Kurssprung auf die Veröffentlichung der Bilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr und neue Sparmaßnahmen und gewannen 11,44 Prozent auf 11,30 Euro. Händler verwiesen vor allem auf die angekündigten Kostensenkungen als Preistreiber bei den Papieren des europäischen Branchenprimus.

Aktien des weltgrößten Handybauers Nokia profitierten von einem positiven Analystenkommentar: Experten der Deutschen Bank hatten die Titel am Morgen nach oben gestuft und zum Kauf der Papiere geraten. Das bescherte den Aktien ein Plus von 1,43 Prozent auf 11,35 Euro. Zuvor hatte sich das Marktforschungsinstitut Gartner hingegen kritisch zur Lage auf dem Mobilfunkmarkt geäußert. Demnach habe die Wirtschaftskrise im ersten Quartal deutliche Spuren auf dem Handy-Markt hinterlassen. Weltweit sei die Zahl der verkauften Mobiltelefone binnen eines Jahres um 9,4 Prozent auf 269,1 Mill. zurückgegangen.

Schließlich blickten die Anleger einmal mehr auf die Aktien des Fiat-Konzerns . Die Papiere legten um 1,79 Prozent auf 7,98 Euro zu. Im Tagesverlauf soll der italienische Autobauer das mit Spannung erwartete Konzept zum Einstieg beim schwer angeschlagenen Autobauer Opel der Bundesregierung vorlegen. Vertreter von Bundesregierung und Ländern sowie deutscher Banken hatten sich am Dienstag auf eine Brückenfinanzierung für Opel geeinigt. Außerdem hatten Experten von Goldman Sachs ihre Bewertung für Fiat-Papiere von "Neutral" auf "Buy" angehoben.

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