Internationaler Aktienhandel
Europa-Börsen: Gewinne auf breiter Front

Dank positiver Daten zum US-Arbeitsmarkt sind die wichtigsten europäischen Aktienindizes am Mittwoch mit Gewinnen aus dem Handel gegangen. Finanzaktien legten europaweit zu – insbesondere die Aktie der französischen Bank BNP Paribas.

Paris/London (dpa-AFX) - In den Vereinigten Staaten war die Beschäftigung im Privatsektor im April dem Arbeitsmarkt-Dienstleister Automatic Data Processing (ADP) zufolge nicht so stark gesunken wie befürchtet. Dies habe die Standardwerte dies- und jenseits des Atlantiks gestützt, sagten Händler. Zudem trieben überraschend gute Zahlen von der französischen Großbank BNP Paribas die Kurse der Finanzinstitute an.

Der Eurostoxx 50 gewann 1,23 Prozent auf 2 437,27 Punkte. In Paris stieg der CAC-40-Index um 1,81 Prozent auf 3 283,51 Zähler. Der Londoner Ftse 100 rückte um 1,37 Prozent auf 4 396,49 Punkte vor.

Finanzaktien legten europaweit zu. Die Titel der französischen Bank BNP Paribas stiegen mit plus 7,28 Prozent auf 45,29 Euro an die Spitze des Eurostoxx50. Die größte französische Bank hatte im ersten Quartal deutlich mehr als von Experten erwartet verdient. "Die Aktie ist deutlich im Plus, weil die Zahlen überzeugten", sagte Analyst Christoph Bossmann von der WestLB. Dies sei in erster Linie dem Anleihe- und Derivate-Geschäft, aber auch dem Währungs- und dem Eigenhandel zu verdanken. Hinter den BNP-Papieren folgten die Aktien von Unicredit mit einem Plus von 6,07 Prozent auf 2,0 610 Euro und die Titel der Credit Agricole mit einem Aufschlag von 4,02 Prozent auf 11,65 Euro. An der Börse in London gewannen Standard Chartered und Legal & General Group sogar je etwa neun Prozent.

Die Titel des niederländischen Einzelhändlers Ahold stiegen derweil nach Vorlage von guten Zahlen um 6,40 Prozent auf 8,774 Euro und waren damit in Amsterdam der gefragteste Wert. Der Konzern hatte im ersten Quartal den Umsatz etwas stärker gesteigert als von Experten erwartet. Ahold bezeichnete die Entwicklung in Europa und USA als weiter stabil und versucht nach eigenen Angaben weiter, die Balance zwischen Umsatzwachstum, dem Ausbau der Marktanteile und der Marge zu finden.

Total machte indes im ersten Quartal der Verfall des Ölpreises zu schaffen. In den ersten drei Monaten war der bereinigte Überschuss um 35 Prozent eingebrochen. Die Quartalszahlen überraschten aber positiv, so dass die Titel 1,53 Prozent auf 39,75 Euro hinzu gewannen. Der französische Baustoffhersteller Lafarge hatte trotz eines deutlichen Ergebnisrückgangs die Analystenerwartungen im ersten Quartal übertroffen. Der Kurs legte um 0,97 Prozent auf 45,94 Euro zu.

Wiederum in London reagierten die Investoren mit Aktienverkäufen auf den Zwischenbericht des Einzelhändlers Next . Der Kurs sank um 2,73 Prozent auf 1 640,00 Britische Pence, obwohl die Umsätze besser als erwartet ausgefallen waren. Händler begründeten dies mit Gewinnmitnahmen, nachdem die Titel zuletzt sehr gut gelaufen seien. Der Tabakkonzern British American Tobacco (BAT) ist ferner dank Zukäufen mit einem starken Wachstum ins neue Geschäftsjahr gestartet, der Kurs stieg um 3,60 Prozent auf 1 650,00 Pence. Zudem hatte British Airways im April trotz der Wirtschaftskrise mehr Fluggäste befördert als ein Jahr zuvor. Aktien der britischen Fluggesellschaft gewannen 4,82 Prozent auf 173,75 Pence.

Der dänische Brauereikonzern Carlsberg hält unterdessen trotz des abnehmenden Bierkonsums zum Jahresauftakt an seinen Gewinnerwartungen fest. Die Anleger honorierten diese Aussagen mit einem Kurssprung von 13,21 Prozent auf genau 300,00 Dänische Kronen.

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