Internationaler Aktienhandel
Europa-Börsen: Leichte Gewinne nach gemischten US-Daten

Die wichtigsten europäischen Aktienindizes haben am Donnerstag nach gemischt ausgefallenen US-Daten mehrheitlich mit leichten Gewinnen geschlossen. Einzig der Eurostoxx 50 verzeichnete minimale Verluste.

dpa-afx PARIS/LONDON. Die wichtigsten europäischen Aktienindizes haben am Donnerstag nach gemischt ausgefallenen US-Daten mehrheitlich mit leichten Gewinnen geschlossen. Einzig der Eurostoxx 50 verzeichnete minimale Verluste. Der Empire State Index, der die Geschäftstätigkeit im Verarbeitenden Gewerbe im US-Bundesstaat New York misst, war im Mai stärker als erwartet gefallen. Die Industrieproduktion im April war ebenfalls unerwartet deutlich zurückgegangen. Dagegen war der Philadelphia-Fed-Index im Mai stärker als prognostiziert gestiegen.

Der Eurostoxx 50 schloss mit einem leichten Minus von 0,07 Prozent bei 3 854,86 Punkten. Der Stoxx 50 , der auch schweizerische und britische Werte umfasst, gewann indes 0,42 Prozent auf 3 271,50 Punkte. Der Euronext 100 gewann 0,16 Prozent auf 900,46 Zähler. In Paris stieg der CAC 40 um 0,04 Prozent auf 5 057,51 Zähler. Der britische Ftse 100 gewann 0,58 Prozent auf 6 251,80 Punkte.

An der Spitze des Eurostoxx 50 stachen Vivendi mit einem Plus von 5,20 Prozent auf 26,51 Euro hervor. Der französische Medienkonzern hatte zwar einen Gewinnrückgang ausgewiesen, die Erwartungen der Analysten aber dennoch übertroffen. Unterdessen rutschten in Paris TF1 um 3,62 Prozent auf 13,30 Euro ab. Analysten von Cheuvreux und der Deutschen Bank hatten die enttäuschenden Erstquartalszahlen mit Abstufungen quittiert.

Credit Agricole verloren 1,33 Prozent auf 19,24 Euro. Die französische Großbank will neben der angekündigten Kapitalerhöhung möglicherweise Vermögenswerte von bis zu fünf Mrd. Euro verkaufen. Dies könne innerhalb der kommenden 18 Monaten erfolgen, falls es die finanzielle Lage erfordere, teilte die Bank mit. Natixis überraschte mit einem wesentlich geringeren Einfluss der Kreditkrise auf das Ergebnis als angenommen - die Aktien der Bank schossen um 17,14 Prozent auf 12,44 Euro nach oben. In Brüssel büßten KBC 5,90 Prozent auf 79,61 Euro ein. Die Zahlen der belgischen Bank hätten enttäuscht, hieß es von Händlern. KBC hatte im ersten Quartal einen deutlichen Gewinnrückgang verbucht und sein Aktienrückkaufprogramm daraufhin ausgesetzt.

In London gaben Barclays nach einem Zwischenbericht um 1,99 Prozent auf 418,75 Britische Pence ab. Die Großbank hatte im ersten Quartal wegen der Finanzmarktkrise weniger verdient als vor einem Jahr. Insbesondere das Investmentbanking hatte unter der Kapitalmarktkrise gelitten. Zudem will die Bank eine Kapitalerhöhung nicht ausschließen. Thomas Cook < TC G.LSE > verloren am "Footsie"-Ende 5,10 Prozent auf 255,75 Pence. Zwar hatte der Tourismuskonzern im ersten Geschäftshalbjahr den operativen Verlust gegenüber dem Vorjahr eindämmen können. Die Zahlen hätten aber keine Überraschungen enthalten, bemängelten die Analysten von Kepler. Sie bevorzugten weiterhin den Wettbewerber Tui Travel . Dessen Papiere gaben allerdings 0,40 Prozent auf 250,37 Pence ab.

Titel der BT Group kletterten unterdessen nach Quartalszahlen um 5,38 Prozent auf 235,25 Pence. Der Gewinn war zwar nach zahlreichen Sonderposten gesunken, der Umsatz allerdings um zwei Prozent gestiegen. Zudem will der britische Telekomkonzern seine Dividende um fünf Prozent anheben. Auch der Ausblick wurde am Markt positiv aufgenommen.

Aktien des Brauereikonzerns Sabmiller verteuerten sich nach soliden Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr um 3,91 Prozent auf 1 232,00 Pence. Mehrere Analysten äußerten sich positiv zur Bilanzvorlage. Cadbury stiegen nach positiven Aussagen zum ersten Halbjahr um 3,86 Prozent auf 672,00 Pence. Nach der Trennung von der Getränkesparte dürften die Umsätze über den Erwartungen ausfallen, so das Unternehmen.

3i Group gewannen 2,99 Prozent auf 895,00 Pence. Das Private-Equity-Unternehmen hatte für das abgelaufene Geschäftsjahr ein um 37 Prozent gestiegenes Portfoliovolumen berichtet. Zudem lag der Nettoinventarwert (Net Asset Value), der als wichtigste Kenngröße in der Beteiligungsbranche gilt, über dem Vorjahreswert sowie den Analystenerwartungen.

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