Internationaler Aktienhandel
Europa-Börsen: Leichte Verluste nach schwachen US-Verbraucherdaten

Die führenden europäischen Börsen sind am Dienstag nach einem verhaltenen Start der US-Märkte in die Börsenwoche mit leichten Kursverlusten aus dem Handel gegangen. An der Börse in Paris gaben die Kurse zum Börsenschluss am stärksten nach.

dpa-afx PARIS/LONDON. Die führenden europäischen Börsen sind am Dienstag nach einem verhaltenen Start der US-Märkte in die Börsenwoche mit leichten Kursverlusten aus dem Handel gegangen. An der Börse in Paris gaben die Kurse zum Börsenschluss am stärksten nach. Zunächst habe noch ein starker Rückgang beim Ölpreis im Nachmittagshandel für steigende Kurse gesorgt, sagten Händler. Im späten Handel seien die Kurse dann aber nach überraschend schwachen Daten zum US-Verbrauchervertrauen wieder abgerutscht. Die US-Aktienmärkte blieben am Montag wegen eines Feiertags geschlossen und sind erst heute in die neue Handelswoche gestartet.

Der Eurostoxx 50 verlor bis Handelsende 0,37 Prozent auf 3 711,03 Punkte. Der Stoxx 50 , der auch schweizerische und britische Werte umfasst, gab um 0,50 Prozent auf 3 146,26 Punkte ab. Der Euronext 100 fiel um 0,67 Prozent auf 873,05 Zähler. In Paris rutschte der CAC 40 um 0,63 Prozent auf 4 906,56 Zähler zu. In London verlor der britische Ftse 100 0,47 Prozent auf 6 058,50 Punkte.

Zu den großen Verlieren zählten die Aktien des britischen Mobilfunkkonzerns Vodafone Group . Nach einem überraschenden Wechsel an der Konzernspitze und unerwartet guten Geschäftszahlen waren die Vodafone-Aktien zunächst mit deutlichen Kursgewinnen in den Handel gestartet. Im späten Vormittagshandel sind die Papiere von Vodafone dann zeitweise auf ein Tagestief von 160,40 Pence abgerutscht. Am Ende gingen sie mit einem Minus von 1,71 Prozent auf 161 Pence aus dem Handel. Analysten hatten den Rücktritt von Vodafone-Vorstandschef Arun Sarin als "völlig überraschend" bezeichnet. Nach einer langen Durststrecke mit milliardenschweren Verlusten verlasse Sarin ein inzwischen gesundes Unternehmen, hieß es von Experten.

Allerdings hätten die guten Geschäftszahlen von Vodafone für Kauflaune bei Aktien der Telekommunikationsbranche gesorgt, sagten Händler. So konnten sich beispielsweise die Papiere des Konkurrenten France Telecom lange Zeit in der Gewinnzone halten und schlossen am Ende dann aber doch etwas schwächer mit einem Minus von 0,10 Prozent auf 20,40 Euro. Die Papiere von Telecom Italia gingen mit einem Plus von 0,42 Prozent auf 1,41 Euro aus dem Handel. Nur die Papiere der spanischen Telefonica schlossen mit einem deutlichen Minus von 1,63 Prozent auf 18,16 Euro.

Zu den großen Gewinnern des Tages zählten dagegen die Aktien der Fluggesellschaften. Ein starker Rückgang beim Ölpreis mit einem Tagestief bei 129.10 Dollar sorgte beispielsweise bei den Papieren der Air France-KLM für ein Kursplus von 1,99 Prozent auf 16,89 Euro. Am Morgen stand der Preis für US-Öl noch über der Marke von 133 Dollar.

Zu den Verlieren am Markt zählten wiederum die Aktien des Getränkekonzerns Pernod Ricard mit einem Minus von 0,96 Prozent auf 70,51 Euro. Analysten der US-Bank Citigroup hatten zuvor die Kaufempfehlung für die Aktien zurückgezogen und die Titel mit "Hold" eingestuft. Außerdem senkten sie das Kursziel von zuvor 81 Euro auf nunmehr 71 Euro. Als Grund für den negativen Kommentar nannten die Experten die sich abzeichnende konjunkturelle Abkühlung.

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