Internationaler Aktienhandel
Europa-Börsen: Negative Impulse aus den USA belasten

Die meisten Aktienmärkte in Europa haben am Dienstag bis zum Mittag Verluste von rund einem Prozent verbucht. Nur kurz konnten die europäischen Börsen von überraschend guten Konjunkturzahlen aus Deutschland profitieren, bevor sich die Stimmung angesichts negativer Impulse aus den USA wieder verdüsterte.

dpa-afx PARIS/LONDON. Der EuroStoxx 50 fiel zuletzt um 1,11 Prozent auf 2 201,96 Punkte. Der Londoner FTSE 100 fiel um 0,96 Prozent auf 4 155 Punkte. Der französische CAC-40-Index verlor 0,95 Prozent auf 2 927 Zähler. An der Wall Street wird mit einem negativen Start in den Börsenhandel gerechnet.

Aktien von Nokia stiegen ungeachtet negativer Branchennachrichten um 1,18 Prozent auf 9,40 Euro. Der zweitgrößte US-Chipbauer Texas Instruments und bedeutender Zulieferer von Nokia warnte für das laufende Quartal vor einem möglichen Verlust und streicht nach einem steilen Gewinnabsturz zwölf Prozent aller Jobs im Konzern. Wegen des Abschwungs am Handymarkt und in der IT-Branche brach der Überschuss im Schlussquartal 2008 um 86 Prozent ein.

In Amsterdam traten KPN mit plus 2,86 Prozent auf 10,60 Euro zeitweilig als einziger Gewinner im Amsterdam-Exchanges-Index (AEX) ins Rampenlicht. Der niederländische Telekomkonzern bestätigte den Ausblick für 2010 und entsprach mit seinen Zahlen für das vierte Quartal im Wesentlichen den Erwartungen der Analysten.

In London knüpften Barclays-Papiere an ihren fulminanten Kursanstieg vom Vortag an und gewannen als einer der Spitzenreiter im "Footsie" erneut 2,59 Prozent auf 91,00 Pence. Tags zuvor war die Aktie um mehr als 70 Prozent nach oben gesprungen, nachdem die britische Bank in einem offenen Brief an die Aktionäre Gerüchten über eine mögliche Kapitalerhöhung entgegen getreten war und mitgeteilt hatte, gut finanziert und profitabel zu sein.

Die Aktionäre von Friends Provident honorierten die Geschäftszahlen für das vierte Quartal mit einem Kursplus von 11,72 Prozent auf 82,00 Pence. Der Versicherer geht davon aus, seine Position im Markt 2009 zumindest halten zu können und behält seine Dividendenpolitik unverändert bei.

EADS fielen in Paris um 2,28 Prozent auf 12,83 Euro. Die Finanzhilfen für Kunden des Flugzeugbauers Airbus sind beschlossene Sache. "Durch ein Übereinkommen mit dem Staat werden die Banken fünf Mrd. Euro freigeben", bestätigte der Chef des Airbus - Mutterkonzerns EADS , Louis Gallois, der regierungsnahen Pariser Tageszeitung "Le Figaro" (Dienstag). Auch die Bundesregierung will die Kunden von Airbus unterstützen.

In der Schweiz stiegen die Titel von Clariant um 1,65 Prozent auf 5,55 Franken. Der Schweizer Spezialchemiekonzern baut wegen eines Nachfrageeinbruchs im vierten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahres 2008 erneut Stellen ab. Die Aktien von Telefonica fielen zuletzt um 3,46 Prozent bei 14,25 Euro. Händler verwiesen auf Gerüchte über eine mögliche Prognosesenkung.

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