Internationaler Aktienhandel
Europa-Börsen schließen sehr fest

Die wichtigsten europäischen Aktienindizes sind am Montag getrieben von Hoffnungen auf eine konjunkturelle Erholung sehr fest aus dem Handel gegangen. Neben ermutigenden Nachrichten aus China seien auch aus den USA hoffnungsfroh stimmende Konjunkturdaten gekommen, sagten Händler.

dpa-afx PARIS/LONDON. So hatte sich die Stimmung der US-Einkaufsmanager im Mai überraschend deutlich aufgehellt. Bei den Chinesen hatten sich die Mienen zwar leicht eingetrübt, der entsprechende Index zeigte aber dennoch weiter eine wirtschaftliche Erholung an.

Der Eurostoxx 50 gewann 3,51 Prozent auf 2 537,35 Punkte. In Paris legte der CAC-40-Index um 3,11 Prozent auf 3 379,49 Zähler zu. Der Londoner Ftse 100 stieg um 2,00 Prozent auf 4 506,19 Punkte.

Arcelormittal stürmten mit einem Aufschlag von 10,02 Prozent auf 25,63 Euro an die Spitze des Eurostoxx 50. Stahlaktien profitierten Händlern zufolge von Hoffnungen auf eine Nachfragebelebung in China. In Paris kletterten Vallourec um 6,32 Prozent auf 94,085 Euro.

Minengesellschaften profitierten ebenfalls von diesen Hoffnungen, die die Rohstoffpreise deutlich angetrieben hatten. In London sprangen Xstrata mit einem Aufschlag von 10,53 Prozent auf 756,00 Britische Pence an die Spitze des Ftse 100. Dahinter legten Vedanta um 9,04 Prozent auf 1 733,00 Pence zu.

BNP Paribas fielen mit einem Minus von 1,95 Prozent auf 47,800 Euro an das Ende des Eurostoxx 50. Die Titel der französischen Bank, die als einziger Wert im Index im roten Bereich endeten, konnten sich damit nicht mehr von den Gerüchten um den Verbleib des Unternehmenschefs erholen. Danach soll sich Baudouin Prot in der über dem Atlantik vermissten Maschine von Air France-KLM befunden haben. BNP dementierte das allerdings kurze Zeit später. Die Titel der französisch-niederländischen Fluggesellschaft beendeten den Handel 0,31 Prozent höher bei 11,26 Euro.

TNT-Aktien legten in Amsterdam um unterdurchschnittliche 1,48 Prozent auf 14,060 Euro zu. Der niederländische Logistikkonzern hatte einen Bericht des "Sunday Telegraph" dementiert, demzufolge er eine Offerte für eine Beteiligung an der britischen Royal Mail vorgelegt habe. Die Zeitung hatte weiter berichtet, der Finanzinvestor CVC Partners biete für den Minderheitsanteil an dem Unternehmen weniger als zwei Mrd. Pfund (2,3 Mrd Euro) und das CVC-Gebot für den zum Verkauf stehenden 30-Prozent-Anteil an dem Staatskonzern liege damit höher als das von TNT.

In Mailand gewannen Fiat-Titel 3,73 Prozent auf 7,7 900 Euro. Der italienische Autobauer kann nach einer Gerichtsentscheidung Teile des im Insolvenzverfahren steckenden US-Autobauers Chrysler planmäßig übernehmen. Insolvenzrichter Arthur Gonzalez habe die Transaktion im Volumen von zwei Mrd. Dollar genehmigt, hatte das US-Insolvenzgericht am Sonntag mitgeteilt. Fiat soll beim geplanten Verkauf der "gesunden" Chrysler-Teile zunächst 20 Prozent am neuen Unternehmen erhalten und langfristig die Mehrheit übernehmen können. Die Gewerkschaft UAW soll insgesamt 68 Prozent halten im Tausch für Milliardenforderungen ihres Gesundheitsfonds für Betriebsrentner. Die restlichen zwölf Prozent würden von den Regierungen der USA und Kanadas kontrolliert.

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